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Auch Italien kippt die Bestpreisklausel


Kategorie: Handel, Sonstiger Handel, ecommerce
08.08.2017 von Manuel Stenger

In Österreich gibt es ein Verbot von entsprechenden Klauseln, die es Online-Buchungsplattformen freistellt, immer den besten Preis von Unterkünften auf ihren Seiten zu verlangen. Ein ähnliches Gesetz tritt im September 2017 in Italien in Kraft.

Susanne Kraus-Winkler, Präsidentin des europäischen Hoteliers-Dachverbandes HOTREC. © MRP
Susanne Kraus-Winkler, Präsidentin des europäischen Hoteliers-Dachverbandes HOTREC. © MRP

Seit Jänner 2017 ist es Online-Buchungsplattformen in Österreich gesetzlich untersagt, Bestpreisklauseln von ihren Partnern in der Hotellerie einzufordern. Bei der sogenannten Ratenparität hatten es Portale wie beispielsweise Booking.com vertraglich festgelegt, dass Unterkünfte auf externen Seiten (wie zum Beispiel der eigenen Webseite) keine niedrigeren Preise für ihre Zimmer als auf der jeweiligen Buchungsplattform anbieten dürfen. Neben Österreich hatten auch Länder wie Deutschland und Frankreich derartige Praktiken untersagt.

Nun folgt Italien: Voraussichtlich im September diesen Jahres wird das gesetzliche Verbot der Ratenparitätsklauseln bei unseren südlichen Nachbarn in Kraft treten. Die Änderungen im italienischen Wettbewerbsgesetz wurden nun vom Parlament angenommen. „Wir freuen uns, dass Italien unserem Beispiel gefolgt ist und jetzt auch wie Deutschland und Frankreich, Online-Buchungsportalen die Anwendung sogenannter Meistbegünstigungsklauseln gegenüber Hotelpartnern untersagt“, so Susanne Kraus-Winkler (Präsidentin des europäischen Hoteliers-Dachverbandes HOTREC) und Siegfried Egger (Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich – WKÖ) unisono.

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