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Brot und Backwaren
Bei Backwaren stehen Teuerungen bevor
Ab Herbst müssen Konsumenten für Semmeln, Brot und Mehlspeisen mit höheren Ausgaben rechnen. Denn alles, was die Österreicher traditionell gern zum Frühstück oder zur Jause essen, wird künftig um bis zu 7 Prozent teurer.
Schuld daran sind die rasant steigenden Rohstoffpreise und die hohen Personalkosten, die aktuell rund 44 Prozent der anfallenden Ausgaben ausmachen.
Besonders stark von den Preissteigerungen betroffen sind unter anderem Schokocroissants, für die die Verbraucher aufgrund des um 50 Prozent gestiegenen Kakaopreises vergleichsweise bald noch tiefer ins Börserl greifen müssen, als dies für Semmeln der Fall sein wird.
Aber nicht nur der Kakaopreis bereitet den Herstellern Kopfzerbrechen, auch Preiserhöhungn bei Mehl und Mischfutter sind unumgänglich, wie Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria, im Rahmen einer Pressekonferenz betonte.
Getreideexporteure in Bedrängnis
Denn die drei der weltweit wichtigsten Getreideexporteure Russland, Kasachstan und Ukraine kämpfen mit geschätzten 20 Millionen Tonnen schweren Ernteausfällen. In Russland wurde deshalb - auch bedingt durch die verheerenden Brände - ein vorläufiges Exportverbot für Getreide verhängt.
In Österreich selbst dürfte die Ernte, die sich gerade in der finalen Phase befindet, durchschnittlich ausfallen. Weltweit rechnet man heuer in Summe mit einer Getreideproduktion von 650 Millionen Tonnen.
Noch keine Engpässe befürchtet
Dass 20 Millionen Tonnen Getreide fehlen, bietet laut Eduard Langer, Innungsminister der Müller und Mischfuttererzeuger, aber noch keinen Grund zur Panik, denn weltweit gäbe es Reserven von 200 Millionen Tonnen Getreide, die selbst bei einem totalen Ernteausfall eine viermonatige Marktversorgung garantieren würden.
Wie schon erwähnt trägt aber nicht nur die Getreideentwicklung ihren Teil zu den Preiserhöhungen bei, auch die restlichen Rohstoffe wie Sonnenblumen, Sesam, Kürbiskerne, Molkereiprodukte, Butter, Palmöl, Kakao, Kaffee und Eier sind zum Teil bis zu 60 Prozent angestiegen. Betroffen davon zeigt sich Wolfgang Maurer, Obmann der Einkaufsgenossenschaft Bäko Österreich: "Wir haben die Preise jahrelang stabil gehalten, aber jetzt geht es nicht mehr."
Kostendeckend arbeiten ist kaum möglich
Mit 60 Prozent arbeiten mehr als die Hälfte der Bäcker derzeit nicht kostendeckend. Überhaupt liegen die Gewinnmargen bei mageren drei bis fünf Prozent.


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