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Betten Reiter

Betten Reiter forciert Tierschutz


Kategorie: Handel, Industrie
14.03.2017 von Martin Ross

Betten Reiter fordert von seinen Lieferanten Verpflichtungserklärungen in Sachen Tierwohl-Engagement und erlangt dafür die Anerkennung der Tierschutzorganisation Vier Pfoten.

Glückliche Gänse © Kauffmann
Glückliche Gänse © Kauffmann

Die Reiter Betten und Vorhänge GmbH will ausschließen, dass in ihren Produkten Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast zum Einsatz kommen und verlangt von ihren Lieferanten Bestätigungen über die komplette Rückverfolgbarkeit der Daunen. Es handelt sich um strengste Verpflichtungserklärungen, die gegenüber den Lieferanten zur Bedingung gemacht werden. Der Händler fordert seine Lieferanten damit auf, ausschließlich Daunen anzubieten, die hohen Prüfstandards unterliegen: RDS (Responsible Down Standard), TDS (Traceable Down Standard), Downpass 2017 oder vergleichbare Kontrollen.

Mit dieser Tierschutzgarantie garantiert das Heimtextilien-Unternehmen mit der Gans als Markenzeichen einen lückenlosen Herkunftsnachweis. Damit leistet das Leondinger Traditionsunternehmen Pionierarbeit und fordert auch andere Händler dazu auf, dem Vorbild von Betten Reiter zu folgen. „Vier Pfoten“ – die globale und unabhängige Stimme für Tiere unter direktem menschlichen Einfluss – hat Betten Reiter bei dem Prozess begleitet und führt das Unternehmen ab sofort auch als Paradebeispiel gelungener Zusammenarbeit auf seiner Website: http://www.vier-pfoten.at/themen/nutztiere/gaense-and-enten/daunen/reiter-betten-und-vorhaenge/

Julia Brause, 15.03.2017, um 11:40 Uhr

Es freut mich, dass immer mehr Unternehmen auf tierquälerische Standards in der Textilindustrie reagieren. Langfristig können aber auch Zertifikate wie das RDS keine Lösung sein. Auch den mit RDS Standard ausgezeichneten Händlern ist es weiterhin erlaubt, sowohl Daunen aus Lebendrupf als auch aus Schlachtrupf zu kaufen, zu verkaufen und zu verarbeiten, solange sich im zertifizierten Produkt anschließend keine Daunen aus Lebendrupf befinden. Zudem lässt sich bisher nie garantieren, dass nicht doch Daunen aus Lebendrupf oder von Stopfenten dabei sind. Da Federn alle gleich aussehen, sind die Zertifikate nicht kontrollierbar.

Zudem leiden auch Gänse und Enten die nicht lebendig gerupft werden in der viel zu beengten und verdreckten Massentierhaltung. Eine nachhaltige Lösung sollte die Entwicklung von alternativen Materialien, wie synthetischen und pflanzlichen Wärmeisolatoren fördern und tierische Produkte komplett ausrangieren.
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