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Rewe International/Billa

Billa der Zukunft


Kategorie: Handel, LH, ecommerce
29.11.2017 von Michaela Schellner

So bezeichnen die beiden Vorstände Josef Siess und Robert Nagele die neu eröffnete Billa Filiale in der Perfektastraße im 23. Bezirk. Mit Features wie dem Billa Drive In, einem To-Go-Konzept in der Fein-Snäckerei und elektronischer Preisauszeichnung wird die Rewe-Tochter ihrem Anspruch als 360° Rundumversorger der österreichischen Haushalte gerecht und setzt neue Standards im Lebensmitteleinzelhandel.


Dass die Billa Filiale in der Pefektastraße schon 14 Jahre auf dem Buckel hat, sieht man ihr nach der gerade erfolgten Modernisierung nicht mehr an. Auf 1.329 Quadratmetern Verkaufsfläche - das sind um 100 mehr als vor dem Umbau - erwartet die Verbraucher nun ein Einkaufserlebnis der besonderen Art, bei dem vor allem die Themen Convenience, Frische und Service groß geschrieben werden. Insgesamt wurden rund zwei Millionen Euro in die Neugestaltung investiert. "In unserer österreichweit zweitgrößten Filiale zeigen wir, wie individuelle Haushaltsversorgung perfekt auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt wird. Wir machen den Einkauf für unsere Kunden komfortabel, convenient und unschlagbar einfach. Und das macht den Unterschied", betonen die beiden Vorstände vor Journalisten. 

Drive In für maximalen Komfort beim Online Shopping
Besonders stolz sind Siess und Nagele auf den österreichweit einzigartigen Drive In, der den Kunden die Möglichkeit bietet, ihre im Online Shop vorab bestellten Einkäufe direkt bei der Filiale abzuholen. Dabei wird die Ware an einer der drei überdachten Billa Drive In-Stationen von einem Billa-Mitarbeiter in den Kofferraum eingeladen, ohne dass die Kunden aus dem Auto aussteigen müssen. "Der Standort Perfektastraße ist für uns ein Testmarkt, eine Ausrollung des Konzepts ist aber durchaus geplant", kündigt Nagele an. Damit erweitert Billa seinen Online Shop neben der klassischen Zustellung an die Haustüre und dem Click&Collect-System um ein zusätzliches Element. Der Online-Umsatz erreicht mittlerweile eine Größenordnung des Umsatzes von fünf bis sechs Billa-Standorten und konnte im Vorjahr um 160 Prozent zulegen. Für 2017 rechnet Nagele mit einem erneuten Wachstum zwischen 50 und 60 Prozent.

Wohlfühlambiente dank neuem Ladendesign
Aber auch stationär hat die neue Filiale einiges zu bieten, wenngleich die Vorstände die beiden Vertriebsbereiche gar nicht so gerne getrennt voneinander betrachten wollen. "Omnichanneling bedeutet, die Kunden überall abholen zu können und das ist auch unsere Intention. Die Konsumenten nutzen beide Kanäle, weshalb deren Vernetzung immer wichtiger wird", erklärt Siess. Am POS sorgt der Lebensmittelhändler mit seinem neuen Filialdesign rund um ein kulinarisches Küchen- und Haushaltsambiente für Wohlfühlatmosphäre und lädt die Verbraucher zum Verweilen ein. Ausgewählt werden kann aus einem 16.700 Produkte umfassenden Sortiment, wovon 633 Artikel komplett neu gelistet wurden. Einen Ausbau gab es unter anderem bei Waren aus dem Ethno-, Gewürz-, Fairtrade-, Bio- und Regional-Bereich.

Fein-Snäckerei für noch mehr Convenience
Neue Akzente setzt Billa weiters mit der Fein-Snäckerei, die vor allem die Bedürfnisse der Convenience-Kunden erfüllt. Auf 80 Quadratmetern Fläche werden 160 verschiedene warme und gekühlte Snacks, bunte Salate, Sushi, aufgeschnittenes Obst, frisch gepresster Orangensaft und Coffee to go angeboten. Die Waren können gleich direkt bezahlt und vor Ort verzehrt werden. Im Sommer steht den Kunden auch ein Gastgarten zur Verfügung. Weiters gibt es eine Mikrowelle zur Zubereitung der fertigen Gerichte von Simply Good und eine Refill-Getränkestation. Auch das Eigenmarkenportfolio wurde mit "Billa Mach mal Pause" um eine weitere Brand erweitert. Der Eigenmarkenanteil liegt aktuell laut Siess und Nagele bei 27 Prozent.

Ananas-Schneider und Müsli-Bar
Weitere Highlights sind die offene Müsli-Bar, bei der sich die Kunden ihre Müsli-Mischung je nach Wunsch zusammenstellen können sowie eine Ananas-Schneidemaschine, die die beliebten Früchte in nur 20 Sekunden schält, schneidet und genussfertig verpackt. Eine erweiterte Feinkosttheke mit Fleisch und Fisch in Bedienung sowie für die Kunden einsehbare Produktionsbereiche gelten als das Herzstück der Filiale.

Rund 60.000 Euro für elektronische Preisauszeichnung
Stark investiert, nämlich einen Betrag in Höhe zwischen 50.000 und 60.000 Euro, hat Billa am neuen Standort auch in die elektronische Preisauszeichnung, die den Mitarbeitern Arbeit erspart und bei den Kunden dank Preissicherheit für maximale Zufriedenheit sorgen soll. Jede zukünftig neu eröffnete Filiale wird künftig auf dieses Tool setzen. Bis die elektronische Preisauszeichnung in allen derzeit 1.067 Billa Standorten im Einsatz ist, wird es - so Nagele - aber vor allem aus Kostengründen auf jeden Fall noch mindestens fünf Jahre dauern. Darüber hinaus stehen den Kunden fünf Self-Checkout-Kassen zur Verfügung, die im Schnitt auf alle Filialen gerechnet bereits von 30 Prozent der Kunden regelmäßig in Anspruch genommen werden. Dass es dabei allerdings nicht um eine Reduktion der Mitarbeiter gehe, untermauerten Siess und Nagele mit Nachdruck. Am Standort in der Perfektastraße wurde der Personalstand um 15 Mitarbeiter auf 61 Beschäftigte angehoben.

Verkausflächen wachsen
Für 2018 plant Billa zahlreiche Neueröffnungen, darunter sechs Filialen mit einer Größenordnung zwischen 1.200 und 1.300 Quadratmetern. 15 weitere Standorte werden laut den beiden Billa-Vorständen knapp 1.000 Quadratmeter Verkaufsfläche erreichen. Josef Siess wird diese Entwicklung im kommenden Jahr aus einer neuen Position mitverfolgen. Wie bereits berichtet, wechselt er mit 1. Jänner 2018 als Geschäftsführer in den Einkauf der Rewe International AG, konkret in die Ware 1. Ihm folgt ab 1. Febraur 2018 Elke Wilgmann nach, die die Billa-Performance dann gemeinsam mit Robert Nagele gestaltet.

 

 

 

 

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