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BWB

Brau Union weist Preisabsprachen bei Fassbier zurück

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© Stefan Leupold/pixelio.de

Rubrik: Aktuell, Industrie

27.06.11

Wie die Oberösterreichischen Nachrichten in ihrer Wochenendausgabe (25. 6. 2011) berichteten, ermittelt derzeit die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) gegen mehrere mittlere und große österreichische Brauereien. Ihnen wird vorgeworfen, sich abgesprochen zu haben, C&C-Märkte nicht mit Fassbier zu beliefern bzw. zu so hohen Preisen, dass das Geschäft für die C&C-Märkte uninteressant wurde.
Konkret erachtet die BWB jenen Beschluss des Brauereiverbandes aus dem Jahr 1999 als kartellrechtswidrig an, der vorsieht, C&C-Märkte nicht mit Fassbier zu beliefern. Laut Aussendung der Brau Union Österreich (BUÖ) wurde dieser Beschluss damals primär aus Qualitätsgründen getroffen. Wörtlich heißt es in der Aussendung: "Die BUÖ ist der Meinung, dass durch klassische C&C Märkte ohne personalisiertes Zustellservice die Qualitätsanforderungen des Fassbiervertriebs in der Regel nicht oder nicht ausreichend sichergestellt sind und dass bei einem Vertrieb durch C&C für die Gastronomie, für die Fassbier-Liebhaber und für unsere Biermarken großer Schaden entstehen könnte."

Weiters weist die BUÖ "mit Vehemenz" den Vorworf zurück, mit anderen Marktteilnehmern Preisabsprachen getroffen zu haben, um die Fassbierpreise in Österreich künstlich hoch zu halten. "Die derzeitige Verunsicherung unserer Konsumenten ist für mich in höchstem Maße unerfreulich und ungerechtfertigt. Daher werden wir gemeinsam mit der BWB mit aller Offenheit versuchen, die Vorwürfe im C&C Bereich zu entkräften, aber auch mit allen Mitteln ungerechtfertigte Anschuldigungen – wie den Vorwurf von Preisabsprachen bei Fassbier – zurückweisen“, kommentiert Dr. Markus Liebl, Generaldirektor der Brau Union Österreich, die Ermittlungen.