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Das sind die „Austrian Top 100 Retailers“


Kategorie: Handel, ecommerce, LH, DFH, Sonstiger Handel
06.02.2018 von Martin Ross

Der Handelsverband veröffentlichte ein Ranking der 100 umsatzstärksten Einzelhandelsunternehmen in Österreich.

© Handelsverband
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Wer sind die Top-100-Retailer in Österreich? Welche Branchen haben die Nase vorn? Und im Hinblick auf die Verschiebungen der Einzelhandelsumsätze ins Internet: Wie hoch haben es reine Online-Player wie Amazon und Zalando im Ranking schon geschafft? Diese Fragen beantwortet der Handelsverband in Kooperation mit dem KSV1870 im brandneuen Jahresreport „Austrian Top 100 Retailers“. Erstmals werden darin die größten Einzelhandelsunternehmen Österreichs nach ihrem Umsatz gereiht.

LEH hat die Nase vorn

Wer zu den Top 100 des Handelsverband Einzelhandels-Rankings zählt, verfügt über einen Netto-Jahresumsatz von mindestens 31,2 Mio. Euro. An der Spitze liefern sich Rewe und Spar mit jeweils knapp 6,5 Mrd. Euro ein Kopf-an-Kopf-Rennen, gefolgt von Hofer und Lidl auf den Plätzen 3 und 4. Gemeinsam machen die Top 100 Einzelhändler einen Umsatz von 36,3 Mrd. Euro – das sind mehr als die Hälfte (56 %) der gesamten einzelhandelsrelevanten österreichischen Konsumausgaben. Allein die Top-3-Unternehmen – Rewe, Spar und Hofer – erwirtschaften zusammen ein Viertel der österreichischen Einzelhandelsumsätze. In den Top 10 finden sich neben den fünf großen Lebensmittel-Versorgern Rewe, Spar, Hofer, Lidl und MPreis noch die Möbel-XXXL-Gruppe, Media Saturn, Obi sowie die beiden Drogerie-Händler dm und Bipa.

E-Commerce holt auf

In dieser erstmals kanalübergreifenden Betrachtung der Einzelhandelsumsätze in Österreich fällt auf: Amazon ist mit seinem reinen Online-Angebot der größte Generalist in Österreich – man verkauft ja längst nicht mehr bloß Bücher. Als Pure-Online-Player hat man es schon fast in die Top 10 geschafft, besetzt den 11. Platz im Gesamtranking und liegt umsatzmäßig fast gleichauf mit Bipa, vor Ikea, Müller und Kika. Unito mit seinen zahlreichen Online-Angeboten von quelle.at bis ottoversand.at rangiert auf Platz 30 knapp nach Unimarkt. Zalando liegt ebenfalls im oberen Drittel, hat in der Warengruppe „Schuhe und Lederwaren“ den zweiten Platz erklommen und rangiert etwa auf Augenhöhe mit Leder & Schuh nach Deichmann.

„Die reinen Online-Player unten den Top-100-Retailern besetzen gerade einmal drei Plätze und erwirtschaften zusammen nur eine von 36 Mrd. Euro. Der Rest, nämlich 35 Milliarden Euro innerhalb der Top 100, wird also nach wie vor vom stationären Einzelhandel erwirtschaftet“, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. Der stationäre Einzelhandel sichert sich auch seinen Teil am Online-Kuchen: 82 % der stationären Handelsunternehmen betreiben einen Webshop bzw. eine vergleichbare digitale Lösung zur Verfügbarkeitsprüfung oder Reservierung von Produkten. Nur 21 der 100 größten Retailer verzichten (zumindest in Österreich) gänzlich auf die digitale Filiale.

Die gesamte Studie wird auf www.handelsverband.at kostenfrei zum Download angeboten.

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