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Griechenland
Dem Einzelhandel in Griechenland drohen magere Zeiten
Rubrik: Studien, Aktuell
Für den griechischen Einzelhandel wird 2010 ein schwieriges Jahr werden. Mit einer Erholung ist laut RegioData Research frühenstens 2012 zu rechnen.
Die Sparmaßnahmen der griechischen Regierung haben direkte Auswirkungen auf die Konsumenten: Durch die Kürzung der Urlaubs-, Oster- und Weihnachtsgelder sinkt die Kaufkraft. Der Spezialist für regionale Wirtschaftsdaten RegioDataResearch rechnet heuer mit einem Rückgang der Kaufkraft je Einwohner um 5,7 Prozent, das sind über 600 Euro pro Kopf und Jahr.
Bereits 2009 war die Kaufkraft in Folge der Finanzkrise um zwei Prozent geschrumpft. "Aktuell verfügt jeder Grieche je Kopf und Jahr über eine Kaufkraft von 11.300 Euro, der Vergleichswert für Österreich beträgt etwa 17.800 Euro", so Mark Ruhsam, Marketingleiter von RegioData. Im Europa-Kaufkraftranking belegen die Griechen damit Platz 17, in der Euro-Zone Rang 12.
Der Kaufkraftverlust wirkt sich auch auf die Einzelhandelsumsätze aus. Zirka 38 Prozent des persönlichen verfügbaren Einkommens der Griechen fließen in den Einzelhandel. Rund 40 Prozent und damit der größte Teil der privaten Konsumausgaben wird für Lebensmittel ausgegeben. Es folgen Bekleidung mit etwa 13 Prozent und mit jeweils neun Prozent Ausgaben für Körperpflege, Elektronik, Möbel und Do-it-yourself Produkte. Nach einem Rückgang von sieben Prozent im Vorjahr rechnen die Spezialisiten von RegioData Research für heuer mit einem weiteren Rückgang des Einzelhandelsumsatzes in der Höhe von etwa fünf Prozentpunkten. Davon betroffen werden in erster Linie Branchen des langfristigen Bedarfs sein, wie z.B. der Möbel oder Elektrohandel.
Eine Erholung des Einzelhandelsumsatzes hängt im Wesentlichen von steigender Kaufkraft und dem Vertrauen in die wirtschaftliche Erholung des Landes ab. "Nach derzeitigem Stand ist damit nicht vor 2012 zu rechnen", prognostiziert RegioData Research Marketingleiter Ruhsam.


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