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Helmut Obergantschnig/Gastro Data

Der Gastro-Daten-Sammler

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Rubrik: Industrie, Interviews

19.02.09 von Willy Zwerger

Was Nielsen für den LEH, ist Gastro Data für den Großhandel im Gastrosegment: über den Gastro Obsearcher ein unermüdlicher Marktdatensammler und den Gastro Panel eine branchenspezifische Informationsplattform. CASH sprach mit Firmengründer und Geschäftsführer Mag. Helmut Obergantschnig.

CASH: Herr Obergantschnig, das Marketing-Instrument Gastro Panel wird sukzessive mächtiger und umfangreicher. Wieviele Warengruppen und Artikel umfasst es derzeit und mit welchen Großhandelspartnern kooperieren Sie?

Helmut Obergantschnig: Wir stehen derzeit bei 349 Warengruppen und rund 34.300 Artikel. Abgefragt werden dabei die sechs wichtigsten Großhandelspartner Österreichs – AGM, Kastner, Kiennast, Metro, Pfeiffer und Wedl, das sind knapp 80 Prozent des gesamten Gastronomie-Großhandelsumsatzes.

Sie agieren seit Kurzem auch international?

Ja, und zwar im Rahmen des Panels D-A-CH in Kooperation mit dem Großverbraucher-Panel Schweiz und dem Großverbraucher-Panel Deutschland.

Welche Unternehmen bilden Ihre Hauptklientel und was exakt können Sie diesen anbieten?

Es sind vor allem die Markenartikler, die unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, wobei wir selbstverständlich bei der Auswertung unserer Daten genauso behilflich sind wie bei der daraus resultierenden Strategieentwicklung. Sehr gut angenommen werden unsere Potenzialanalysen.

Um welche Daten handelt es sich dabei konkret?

Das sind exakt die monatlichen Scannerdaten sämtlicher Gas-troumsätze, die anonymisiert ausgewertet werden. Allerdings rechnen wir – im Gegensatz zum Lebensmitteleinzelhandel – die Ergebnisse nicht hoch, da die Scannerdaten ohnehin 80 Prozent des Großhandels-Umsatzvolumens abdecken.

Was wir unseren Industrie-Kunden jedoch sehr wohl anbieten, sind neben den Auswertungen nach ECR-Richtlinien auch solche nach individuell zusammengestellten Warengruppen.

Wie flexibel ist das Gastro Panel eigentlich in Sachen Zeitspannen und Regionen?

Die Mindestfrequenz der Panelauswertung ist monatlich, wir liefern aber je nach Wunsch die Daten quartals-, trimester- oder semesterweise oder einmal jährlich. Wobei einmalige Ad-hoc-Auswertungen für unternehmensspezifische Marketingentscheidungen jederzeit erfolgen können. Auch was die geografischen Auswertungen betrifft, sind wir sehr flexibel. So können wir bundesweit auswerten, nach Bundesländern, nach Regionen, nach exakt definierten 85 Blockgebieten oder unternehmensindividuellen Gebietszusammenfassungen.

Was können Ihre Kunden dann mit den Daten anfangen?

Sie können zum Beispiel damit ihre eigenen und die fremden Marktanteile kontrollieren, Produkt- und Warengruppen-Entwicklungen verfolgen, auch die der Handelsmarken. Und sie können selbstverständlich die Effizienz der durchgeführten Marketingmaßnahmen feststellen, quasi als Mittel zum Aufspüren neuer Chancenpotenziale. Dann natürlich die Kontrolle des aktuellen Produktportfolios und vor allem von Neueinführungen.

Mit wie vielen Personen bewältigen Sie das alles und sind noch Warengruppen offen?

Wir sind derzeit zu viert und ja, es sind noch Warengruppen offen, vor allem im Frischebereich. Obst & Gemüse haben wir gerade integriert, Frischfleisch wird derzeit aufgebaut. Unser Ziel ist es, alle Warengruppen bis auf Nonfood II abzudecken.

Herr Obergantschnig, ich danke für das Gespräch.

FACTBOX GASTRO DATA

Die Gastro-Data GmbH ist ein Unternehmen von Mag. Helmut Obergantschnig, einem langjährigen Branchenkenner und Marketingberater, und konzentriert sich darauf, das Produkt GastroPanel aufzubauen und dem Markt in bestmöglicher Qualität zur Verfügung zu stellen.

Der Gastronomie- und GV-Markt und dessen Entwicklung wird auf Basis von mehr als 34.300 Artikeln – unterteilt in 349 Warengruppen – transparent dargestellt und für alle Marktteilnehmer zugänglich gemacht.

Gastro-Data gibt dem datenliefernden Großhandel durch den „Benchmark-Report" und den „Sortimentsbericht" extrem wertvolle Informationen zur Hand.