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CASH ECOMMERCE CONFERENCE

1. CASH ECOMMERCE CONFERENCE: Seminartag


Kategorie: ecommerce
16.05.2017 von Manuel Stenger von Nataša Nikolić

Am 16. Mai 2017 befasste sich der Seminartag der 1. CASH ECOMMERCE CONFERENCE unter dem Titel "E-Commerce - Next Level" mit Themen wie Big Data, Web-Analytics, Google Shopping, Touchpoints und Kundendaten für Digitalmarketing. Morgen geht es mit dem Conference Day und vielen spannenden Vorträgen und Keynotes weiter.


Die 1. CASH ECOMMERCE CONFERENCE findet vom 16. bis 17. Mai 2017 im Austria Trend Hotel Park Royal Palace Vienna statt. Der erste Veranstaltungstag umfasste vier Seminare, die sich an Einsteiger und Entscheider aus Handel und Industrie richteten, die ihr Know-how auffrischen oder stärken wollten. Nach der Begrüßung durch CASH-Herausgeberin und Geschäftsführerin des Manstein Verlags, Dagmar Lang, entführte Dietmar Rietsch von elements.at New Media Solutions GmbH die wissbegierigen Teilnehmer in die Welt der Web-Analytics.

Dietmar Rietsch, elements.at
Rietsch gab einen umfassenden Einblick in die Möglichkeiten und Potenziale von Google Analytics und schweifte kurz auch andere Web-Analytic-Tools wie die SEO Sistrix und das User Experience-Tool Hotjar. Am Beispiel Google Analytics zeigte Rietsch, wie man aus der Datenflut relevante Informationen rausfiltert, die tatsächlich Aussagekraft haben und „Rückschlüsse zur Qualität der Website und der gesetzten Aktivitäten machen lassen“. Rietsch zufolge gehe es nicht darum, nur Daten wie Klickraten und Website-Besucher zu kommunizieren, da diese eigentlich keine wirkliche Aussagekraft haben. Vielmehr müsse man Ziele definieren und einen Analytics Plan erstellen, um die richtigen Zahlen zu identifizieren. „Nur die Vanity Metrics zu betrachten, bringt nicht viel. Das sind Zahlen, die keinen Rückschluss zulassen.“ Als Ziele könne man Micro- und Macro-Conversions definieren, die vom Anklicken der Unternehmens-Telefonnummer über den Download einer PDF-Datei auf der Webseite bis hin zum tatsächlichen Einkauf reichen. Der einzige Grund, aus dem man Web Analytics macht, ist es „User, die keines meiner gesetzten Ziele erreicht haben zu konvertieren“, so Rietsch.

Markus Parzer, Google Austria
Darauf folgend sprach Markus Parzer von Google zum Thema „Google Shopping: eCommerce Performance und digitales Schaufenster“. In seinem Vortrag zeigte Parzer, wie Händler ihren Auftritt über Google Shopping optimieren können. Über Google Shopping wird nicht nur online verkauft – „der Kunde kommt heute viel informierter ins Geschäft“, so Parzer. Die Frequenz in den Geschäften ist gesunken, Kunden informieren sich bereits vorab online – auch über Google Shopping Anzeigen. Google Shopping ist eine Herausforderung, so Parzer. Verschiede Produktattribute müssen ins sogenannte Merchant Center hochgeladen werden, wodurch viel Aufbereitungsarbeit benötigt wird. Im Zuge dessen müssen die genauen Angaben zu den Produkten den hohen Ansprüchen von Google Shopping entsprechen. Als eines der wichtigsten Attribute nennt Parzer den Titel des jeweiligen Produkts: „Man muss sich immer überlegen, wie der User das Produkt suchen würde.“ Über eine Shopping Kampagne in Google Adwords wird die Anzeige anschließend ausgespielt.

„Derzeit beträgt der Google Shopping-Anteil bei Suchanfragen über Google in Österreich 12 Prozent, in Deutschland sind es 25 Prozent und in den USA 40 Prozent“, wie Parzer zum Abschluss ausführte. „Somit ist Google Shopping bereits heute relevant, es gibt aber noch viel Potenzial für die Zukunft.“ 

Stephan Grad, A-Commerce
Bei Stephan Grad, Geschäftsführer von A-Commerce drehte sich alles um Touchpoints zwischen Unternehmen und Kunden. „Man bekommt nur eine Chance, einen ersten Eindruck zu hinterlassen“, so Grad. Daher sei es wichtig, einen guten Eindruck zu machen und dem Kunden das Gefühl zu geben, dass man ihn wertschätzt. Touchpoints gibt es viele, sie reichen von der Website des Unternehmens über den Newsletter, POS, Veranstaltungen, Merchandising aber auch Mitarbeiter, Kunden und – was oft vergessen wird, Grad aber für besonders bedeutend hält: Rechnungen. „Jeder von Ihnen verschickt Rechnungen, nehme ich an, denn sonst würde es Sie nicht lange geben“, scherzt der E-Commerce-Experte. Ein simples Danke oder ein netter Spruch auf der Rechnung sei schon ein erster guter Schritt, um einen netten Eindruck zu hinterlassen. Die Pflege von Touchpoints sei insbesondere für Unternehmen, die online tätig sind wichtig, da man im persönlichen Kontakt kleine Fehler leichter ausbessern könne als beim Online-Kontakt.

Georg Koch, elements.at
Georg Koch konzentrierte sich zum Abschluss des Seminartags auf das Thema Marketing Automation. Als große Herausforderung in diesem Bereich nannte er die Vollständigkeit und Richtigkeit der Produkt- und Kundendaten. „Bevor man mit Marketing Automation beginnt, sollt man hier schon aufgeräumt haben“, so Koch. Als Leitsatz für Marketing Automation empfiehlt er folgenden Satz. „Every Time the Right Message to the Right Person at the Right Time.“ Zuerst müssen Unternehmen analysieren, wo diese mit dem Kunden in Kontakt treten, denn: jeder Touchpoint mit dem Kunden lässt bei diesem bestimmte Aktivitäten folgen. Die richtige Message kann in der Folge entweder Zielgruppen- oder personenspezifisch ausgespielt werden. Bei der Ansprache der richtigen Person können vorhandene Daten mit beispielsweise CRM-Daten oder Daten zur Gerätenutzung angereichert werden. Danach werden Segmentierungsregeln erstellt, wodurch „Interessensprofile“ abgeleitet werden, nach denen man bestimmte Kundengruppen ansprechen kann. Die Nachricht an den Kunden kann schließlich über mehrere Kanäle ausgespielt werden. Koch nannte als Beispiel seine Zahnärztin, die durch den Aufbau einer CRM-Datenbank nun Erinnerungs-SMS für einen Kontrolltermin an ihre Kunden automatisch verschickt.

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