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CASH ECOMMERCE CONFERENCE

Die Keynotes am Conference Day


Kategorie: ecommerce
17.05.2017 von Manuel Stenger von Nataša Nikolić

Der zweite Tag der 1. CASH ECOMMERCE CONFERENCE im Austria Trend Hotel Park Royal Palace Vienna hat begonnen. Omnichannel Pionier Martin Zieger und Harald Melwisch, Österreich-Chef von Unilever, eröffneten den Conference Day mit ihren Keynotes.

Dagmar Lang, CASH-Herausgeberin und Geschäftsführerin Manstein ZeitschriftenverlagsgesmbH., präsentierte den ersten Keynote-Speaker, Omlnichannel Pionier Martin Zieger. © Johannes Brunnbauer
Dagmar Lang, CASH-Herausgeberin und Geschäftsführerin Manstein ZeitschriftenverlagsgesmbH., präsentierte den ersten Keynote-Speaker, Omlnichannel Pionier Martin Zieger. © Johannes Brunnbauer
Martin Zieger während seiner Keynote. © Johannes Brunnbauer
Martin Zieger während seiner Keynote. © Johannes Brunnbauer
Harald Melwisch, General Manager Austria & Chief Digital Officer D-A-CH Unilever © Johannes Brunnbauer
Harald Melwisch, General Manager Austria & Chief Digital Officer D-A-CH Unilever © Johannes Brunnbauer
Harald Melwisch bei seinem Vortrag. © Johannes Brunnbauer
Harald Melwisch bei seinem Vortrag. © Johannes Brunnbauer

Nach dem gestrigen Seminartag startet die 1. CASH ECOMMERCE CONFERENCE (16. und 17. Mai 2017) in den zweiten Tag. Der Conference Day begann mit zwei Keynotes von Dr. Martin Zieger (Omnichannel Pionier) und Harald Melwisch (General Manager Austria & Chief Digital Officer D-A-CH Unilever). „E-Commerce – Next Level“ hieß es auch am Conference Day im Austria Trend Hotel Park Royal Palace Vienna.

"Handel ist Wandel - dieser Satz trifft heute mehr denn je zu", betonte Dagmar Lang, CASH-Herausgeberin und Geschäftsführerin des Manstein Verlags, bei ihrer Eröffnungsrede. Mit der 1. CASH ECOMMERCE CONFERENCE bündelt man nun Best-Practice-Beispiele und Know-how in Sachen Onlinehandel in einer Veranstaltung. Lang kündigte zugleich mit Zieger den ersten Keynote-Speaker an.

Dr. Martin Zieger, Omnichannel Pionier
Zieger hat im Wäschehandel bereits viele Stationen durchlaufen. Angefangen bei Palmers, konnte der Omnichannel-Pionier bei Hunkemöller mit Online starke Umsatzzuwächse verzeichnen. In seiner letzten Station bei der Huber Holding krempelte Zieger das Unternehmen komplett um. „Das beginnt bereits auf der Management-Ebene, wo die geeigneten Mitarbeiter den Wandel mittragen müssen“, so Zieger.

Für Zieger stirbt der Einzelhandel zwar nicht, erhält aber durch den Onlinehandel einen weiteren Kanal, der immer größere Umsatzanteile verbucht. Die Anforderungen haben sich geändert. Auch in der Bekleidungsindustrie glaubte man vor wenigen Jahren noch nicht daran, dass Hosen online verkauft werden können. „Heute hat sich das geändert“, so Zieger. Sehen und berühren sind Faktoren, von denen der stationäre Handel noch heute stark profitiert, ebenfalls das verbindende Element beim Shoppen mit Freunden. Die Vorteile des Onlinehandels liegen vor allem in der Bequemlichkeit, unabhängigen Öffnungszeiten und günstigen Produkten. Nachteil ist aber die letzte Meile und die dahinterstehenden Logistikkosten. Oftmals müssen sich die Online-Kunden ihr Paket von der Post holen. „Dann können diese gleich ins Geschäft gehen“, so Zieger.

Amazon geht oben genannte Probleme an – der Händler ist vom Bücherhändler zum „offer everything“-Prinzip gewachsen und liefert ein breites Angebot an Produkten. Reine Online- oder Offline-Player werden es laut Zieger in der Zukunft schwer haben. Stationären Händlern rät Zieger zur Modernisierung und Digitalisierung der Filialen und, „das Internet ins Geschäft zu bringen“. Aber auch ursprünglich reine Onlinehändler wie Amazon versuchen mit Konzepten wie Amazon Go in den stationären Handel zu drängen. Als vorbildliches Beispiel nennt Zieger hier aber die Alibaba Group. Diese vereint schon jetzt zehn Prozent des chinesischen Umsatzes im stationären und 85 Prozent im Onlinehandel. Welche Unternehmen werden also überleben? Laut Zieger jene Anbieter, die ihre Waren überall verfügbar machen, und das zum gleichen Preis. „B- und C-Geschäfte werden hier nicht überleben, die Kunden wollen das beste Einkaufserlebnis“, so Zieger weiter, „Händler müssen dieses online als auch offline verfügbar machen.“ Gleichzeitig muss immer der Kunde im Mittelpunkt stehen. Das Produkt- und Mitarbeiter-Feeling muss der Kunde auf allen Kanälen spüren können.

Harald Melwisch, Unilever
Der Kunde stand und steht auch beim zweiten Keynote-Speaker im Mittelpunkt. Neben seiner Aufgabe als General Manager für Unilever Österreich leitet Harald Melwisch seit 1. Juli 2016 in der neu geschaffene Position als Chief Digital Officers (CDO) das digitale Geschäft von Unilever in Deutschland, Österreich und Schweiz. Der gebürtige Niederösterreicher verantwortet damit länderübergreifend die Strategie von Unilever in den Bereichen E-Commerce und Digital.

Der Digital-Experte gab in seiner Keynote Speech einen Einblick in die digitale Transformation von Unilever und Tipps, welche Faktoren online berücksichtigt werden müssen im Gegensatz zum stationären Handel. „Mein schlimmster Albtraum ist nicht, dass wir das mit der Digitalisierung nicht schaffen, sondern, dass wir alles zu 100 Prozent richtig machen und trotzdem realisieren, dass wir obsolet geworden sind, weil jemand von außen über Nacht die Spielregeln verändert hat“, so Melwisch. Damit das nicht passiert gilt es die Spielregeln zu befolgen. Für Melwisch ist ganz klar: im Mittelpunkt steht der Shopper. Alle Aktivitäten drehen sich darum, ihm einen guten Überblick über die Produkte zu geben. Dazu müsse man erstmals verstehen, dass online andere Rahmenbedingungen herrschen. Daher müssten Hersteller und Händler ihm zufolge vier Faktoren beachten: Customer Journey, Connect, Content und Community.

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