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Sojaprodukte

Die Wunderbohne

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© Fotolia

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Vor allem Frauen greifen zu Sojaprodukten<br>© Mona Naturprodukte

Vor allem Frauen greifen zu Sojaprodukten
© Mona Naturprodukte

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© Mona Naturprodukte

© Alpro soya

© Alpro soya

© Alondo Bio K.

© Alondo Bio K.

Rubrik: Industrie, Marktreports

21.04.09 von Stefan Pirker

Egal, ob Drinks, Puddings, Aufstriche oder Tofu – aus Sojabohnen lassen sich die verschiedensten Lebensmittel herstellen. Neben der Produktvielfalt schätzen die Konsumenten vor allem die positiven gesundheitlichen Effekte von Soja.

38 Prozent der Österreicher verwenden zumindest gelegentlich Sojaprodukte – so das Ergebnis einer von Info Research International im November 2008 durchgeführten Untersuchung bei 500 Österreichern zwischen 16 und 65 Jahren. Der österreichische Soja-Lebensmittelmarkt ist also noch ein kleiner, wenn auch wachsender Markt, der nach wie vor viel Aufbauarbeit benötigt. Das musste etwa auch Danone erfahren. Die zu Jahresbeginn 2007 gelaunchte Soja-Range namens Savia (Soja-drink, Sojapudding, Sojacreme) wurde in Österreich mittlerweile wieder vom Markt genommen.
Dabei können Sojaprodukte mit einer ganzen Reihe an ernährungsphysiologischen Vorteilen aufwarten. Soja ist rein pflanzlich, frei von Cholesterin und reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Pflanzlicher Mehrwert

„Zu den Konsumenten von Sojaprodukten zählen folglich nicht nur Vegetarier und Veganer, sondern alle Menschen, denen der pflanzliche Mehrwert am Herzen liegt“, berichtet Mag. Helga Tomann, Brand Managerin von Joya beim österreichischen Sojaproduktehersteller Mona mit Sitz im burgenländischen Oberwart. Aus ihrer Berufserfahrung weiß sie, dass Sojaprodukte vorrangig noch immer von Frauen, mit einem Schwerpunkt zwischen 35 und 65 Jahren, gekauft werden. „Dabei sind urbane, höher gebildete Schichten unter den Konsumenten unserer Produkte überproportional vertreten, die gerne mal zu unseren Sojagurts, Shakes, Drinks oder Desserts greifen“, ergänzt Tomann.

Einen bedeutenden Markt finden Sojaprodukte zudem unter Personen mit Lebensmittelunverträglichkeiten. „Menschen, die aufgrund einer Laktoseintoleranz oder Kuhmilcheiweißallergie keine herkömmlichen Milchprodukte zu sich nehmen können, haben mit Produkten von Alpro soya eine leckere Alternative“, so Markus Trixner, Verkaufsleiter der Bioquelle GmbH, die in Österreich und Slowenien Alpro soya vertreibt. Aus der umfangreichen Range mit über 30 Produkten würden sich laut Trixner derzeit vor allem die Yofus (Soja-Joghurt-alternativen) gut entwickeln. Im Aufwind befindet sich auch Alpro soya Cuisine. Es ist dies eine leichte Sojacreme auf rein pflanzlicher Basis und mit nur 17 Prozent Fett, die sich zum Kochen und Verfeinern von Speisen eignet.

Bratlfett auf Sojabasis

Wie vielfältig Sojabohnen verwendet werden können, beweist das Unternehmen Alondo Bio.k. mit zahlreichen vegetarischen Aufstrichen. Darunter befindet sich laut Geschäftsführer Franz Dorner eine besonders interessante Entwicklung. Seiner Firma ist es nämlich gelungen, aus Sojabohnen, Zwiebeln und Palmöl eine Art vegetarisches Bratlfett herzustellen. „Im Gegensatz zum echten Bratlfett ist unser Produkt wesentlich kalorienärmer, rein pflanzlich und kann daher auch von Figur- und Cholesterinbewussten ohne Gewissensbisse genossen werden“, so Dorner.

Herstellung von Sojadrinks
Das Extrakt der Sojabohne bildet die Basis für die Herstellung von Sojadrinks: Dabei werden die geschälten Bohnen in Wasser eingeweicht, anschließend fein gemahlen und gesiebt. Alle unlöslichen Bestandteile werden entfernt und der pure Sojadrink bleibt über. Dieses Verfahren gewährleistet, dass die wertvollen Inhaltsstoffe der Sojabohne erhalten bleiben.
Aus rechtlichen Gründen darf in Abgrenzung zur Kuhmilch dieses resultierende Getränk nicht in allen Ländern als „Milch“ bezeichnet werden, sondern nur als Sojagetränk, Sojadrink etc.