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Eric Hofmann, shöpping.at: „Wollen ‚Who is Who‘ des österreichischen Handels auf die Plattform bekommen“


Kategorie: News
16.03.2016 von Manuel Stenger

Eric Hofmann, Geschäftsführer von shöpping.at: „Wir wissen um die hohe Komplexität und die enormen Anforderungen die ein Online-Marktplatz stellt.“ (Foto Copyright: Österreichische Post)
Eric Hofmann, Geschäftsführer von shöpping.at: „Wir wissen um die hohe Komplexität und die enormen Anforderungen die ein Online-Marktplatz stellt.“ (Foto Copyright: Österreichische Post)

Noch 2016 will die Österreichische Post den lokalen Marktplatz shöpping.at launchen, etailment.at hat bereits berichtet. In der Geschäftsführung von shöpping.at agiert neben Hana Potocka auch Eric Hofmann. Im Gespräch mit etailment.at erklärt Hofmann, von welchen Vorteilen Händler als auch Kunden profitieren und wie sich shöpping.at von anderen Plattformen unterscheidet.

etailment.at: Sie haben angekündigt, noch 2016 die Online-Shopping-Plattform shöpping.at zu launchen. Diese soll als Drehscheibe für heimische Händler und Konsumenten dienen. Können Sie uns schon genaueres zum Konzept des Portals verraten?

Eric Hofmann: Aktuell werden mehr als 60 Prozent aller Online-Bestellungen von österreichischen Online-Shoppern bewusst oder unbewusst im Ausland getätigt. Das ist keine gute Entwicklung für die österreichische Wirtschaft und den österreichischen Handel. Wir möchten auf shöpping Kunden und Händler aus Österreich auf einer Plattform zusammenbringen und einen Beitrag leisten, den beschriebenen Trend zu stoppen. Die meisten Online-Shopper nutzen nur circa drei Onlineshops. Damit ist es für lokale Händler sehr schwer ins „Relevant Set“ der heimischen Online-Shopper zu kommen. Es ist ein erklärtes Ziel von shöpping mittelfristig in dieses „Relevant Set“ zu gelangen und den Kunden einen Schlüssel zu bieten, der möglichst viele österreichische Online-Shops aufschließt.

etailment.at: shöpping.at ist ein Service der Österreichischen Post. Wie schnell werden Kunden in Zukunft die bestellte Ware geliefert bekommen?

Eric Hofmann: Geschwindigkeit wird immer wichtiger im E-Commerce. Da die Ware bereits in Österreich lagert, sollte die Lieferung am nächsten Tag eigentlich unser Standard sein. Detaillierte Cut Off-Zeiten hängen aber auch von den Händlern bzw. dem Lagerort der Ware ab und werden gemeinsam erarbeitet. Wir befassen uns natürlich auch mit dem Thema Same Day Delivery, aber das ist nicht unsere erste Priorität. Ein zentrales Serviceversprechen wird auf jeden Fall sein, dass wir mit der Post liefern und damit auch alle Annehmlichkeiten bei Zustellung, Retouren, Paketumleitung bis hin zur Einbindung in die Post App anbieten.

etailment.at: Müssen Händler bereits einen eigenen Onlineshop haben, damit sie ihre Waren auch auf shöpping.at verkaufen dürfen? Oder richtet sich die Plattform auch an rein stationäre Händler, die in den Onlinemarkt einsteigen wollen?

Eric Hofmann: Ein eigener Onlineshop ist keine Voraussetzung. Wichtig ist aber, dass der Händler alle wichtigen Produktinformationen inklusive Preis digital vorliegen hat und uns laufend aktuelle Bestandsdaten übermitteln kann. In einer weiteren Ausbaustufe werden wir die Händler dann auch bei der Erstellung ihrer Produktdaten unterstützen können.

etailment.at: shöpping.at will den lokalen Handel in Österreich im Netz unterstützen. Welche Voraussetzungen müssen Händler erfüllen, um auf shöpping.at vertreiben zu dürfen?

Eric Hofmann: Neben den oben beschriebenen Voraussetzungen bezüglich der Digitalisierung muss der Händler in Österreich präsent sein (zum Beispiel lokale Filialen betreiben) und seine Ware auf jeden Fall aus Österreich versenden.

etailment.at: Wieso setzt man es sich gerade zum Ziel, die Kaufkraft in Österreich zu halten? Wieso bereitet man die österreichischen E-Commerce-Treibenden nicht auf den internationalen Handel vor, damit diese ebenfalls global verkaufen können?

Eric Hofmann: Wir müssen uns zum Start auf ein Thema fokussieren. Da die Österreichische Post eine enorme Expertise im lokalen Markt hat, liegt es nahe, uns auf das lokale Thema zu konzentrieren. Wir denken, hier können wir die meisten Synergien heben.

etailment.at: In den vergangenen Jahren gab es eine Reihe an lokalen Marktplätzen im Netz, manche mehr, manche weniger erfolgreich. Wieso soll gerade shöpping.at lokale Anbieter unterstützen? Wie unterscheidet man sich von anderen Plattformen?

Eric Hofmann: Wir wissen um die hohe Komplexität und die enormen Anforderungen die ein Online-Marktplatz stellt. Trotzdem glauben wir, dass wir eine Chance haben, auch weil die Zeit für einen lokalen Online-Marktplatz reif ist. Wir hoffen außerdem, von der hohen Reichweite, dem Logistik-Know-how sowie dem hohen Vertrauen der Kunden in die Post profitieren zu können. Wir wollen das „Who is Who“ des österreichischen Handels auf die Plattform bekommen. Das ist vorher auch noch keinem anderen Marktplatz gelungen.

 

Ingo Lechner, 03.04.2017, um 22:26 Uhr

Diese Idee der Post kann von kleinen Händlern (von großen sowieso) gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Nur eine große Organisation wie die Post hat auch die Mittel einen derartigen Marktplatz erfolgreich zu launchen.

Wir als kleine Kinderboutique aus Bregenz sehen darin die Chance besonders unsere Absätze in Österreich zu erhöhen, da unser eigener webshop sowie unser Engagement bei Amazon in erster Linie ausländische Kunden gebracht haben.

Wir erwarten uns allerdings keine Wunder. Einerseits weil wir bei den Marken und damit den Preisen eher das obere Segment abdecken, andererseits weil auch ein Marktplatz wie shoepping.at seine Anlaufzeit benötigt.

Unsere Teilnahme sehen wir auch als unseren Beitrag zum Portal an, denn Marken wie KENZO Kids, Junior Gaultier, Oilily, Room7 oder Catimini sowie Scotch R' Belle oder Scotch Shrunk (um nur einige zu nennen) klingen gut und runden das Sortiment eben nach oben ab.

Was mich am meisten positiv überrascht hat: das enorme Engagement und die Professionalität der shoepping-Mitarbeiter. Anrufe um 19.30 Uhr (für mich eine ganz normale Arbeitszeit) um ein technisches Problem zu besprechen sind keine Seltenheit - daran sieht man auch, dass diese Leute mit voller Kraft dabei sind.

Gerade die Vielfalt der shoepping-Partner macht es ja nicht gerade leicht, weil fast jeder über ein anderes Lagerverwaltungsystem verfügt (wir haben zB ein lokal programmiertes, auf Filemaker basierendes System). Und das auch noch auf Apple - der Horror für windows-basierende Systeme.

Trotzdem wurden alle Hürden gemeinsam genommen.

Also, wenn der Start und in der Folge das Tagesgeschäft so erfolgreich läuft wie die Zusammenarbeit mit den shoepping-Mitarbeitern (besonderer Dank an Herrn Schlechter und Frau Pal), dann kann das Projekt nur ein Erfolg werden.
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