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Update: Fipronil-Skandal jetzt auch in Österreich


Kategorie: Industrie, Handel
14.08.2017 von Nataša Nikolić

Nun ist es bestätigt: In den Eiproben aus Oberösterreich wurde Fipronil gefunden. Mehrere Hundert Kilogramm Eier von betroffenen Chargen aus den Niederlanden sind über zwei oberösterreichische Großhändler in die heimische Gastromie gelangt.

© Christian Schulz - stock.adobe.com
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Dass der Fipronil-Skandal keinen Bogen um Österreich machen würde, war zu befürchten. Mittlerweile wurde das giftige Insektizid in Eiern aus zwölf europäischen Ländern nachgewiesen. Einem Bericht von ORF OÖ von vergangener Woche zufolge haben zwei oberösterreichische Großhändler über Deutschland importierte Eier aus den Niederlanden von Chargen, in denen Fipronil nachgewiesen wurde, an die heimische Gastronomie verkauft. Dabei handelt es sich um mehrere Hundert Kilogramm gekochte und geschälte Eier. Die Großhändler leiteten sofort eine vorsorgliche Rückrufaktion in die Wege. Mittlerweile ist es bestätigt: Die Eiproben aus Oberösterreich enthielten Fipronil. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) gab an, dass in acht von insgesamt 80 genommenen Proben Fipronil nachgewiesen wurde. 

Die AGES veröffentlichte am Montag, 14. August 2017, folgendes Statement auf ihrer Hompage: "Mit heutigem Tag sind 80 Proben zur Untersuchung in die AGES gelangt. Bei den Produkten handelt es sich um Eiprodukte für den Gastronomiegroßhandel mit entsprechenden Herkünfte aus Deutschland, Niederlande und Belgien und Polen. Drei Viertel der untersuchten Proben sind frei von Fipronil. In einem Viertel der Proben wurde Fipronil nachgewiesen. Bei 8 Proben ist der Nachweis von Fipronil bestätigt und bei weiteren 10 Proben läuft noch die Abklärungsuntersuchung. Der höchst gemessene Wert liegt bei 0,1 mg/kg, also um mehr als das 10-fache niedriger als der höchste Wert, der bisher in Belgien gemessen wurde und mit dem die bisherige Einschätzungen der Gesundheitsgefährdung durchgeführt wurden. Es besteht keine Gesundheitsgefährdung. Alle mit Fipronil belasteten Eierprodukte werden umgehend vom Markt genommen."

Bislang wird angenommen, dass nur die Gastronomie betroffen ist. Die AMA testete bereits 30 Marktproben heimischer Frischeier und fand kein Fipronil darin.

Wird es in höheren Mengen aufgenommen, kann Fipronil bei Menschen neurotoxisch wirken und zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und gar Lähmungserscheinungen führen. 

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