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Franchising wird immer beliebter


Kategorie: Handel, Industrie, Studien
10.10.2017 von Willy Zwerger

Der Österreichische Franchise-Verband (FVÖ) präsentierte gemeinsam mit dem Gründerservice der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) die Ergebnisse der von der Privatuniversität Schloss Seeburg erhobenen Studie zur heimischen Franchise-Landschaft.

Sowohl Andreas Haider (FVÖ) als auch Elisabeth Zehetner-Piewald (WKO Gründerservice freuen sich über die jüngsten Franchise-Zahlen (Foto: Anna Rauchenberger)
Sowohl Andreas Haider (FVÖ) als auch Elisabeth Zehetner-Piewald (WKO Gründerservice freuen sich über die jüngsten Franchise-Zahlen (Foto: Anna Rauchenberger)

Der Erfolgsrun der österreichischen Franchise-Community geht weiter. Sowohl die Anzahl der Systeme und der Franchisenehmer sind gestiegen als auch die der Standorte sowie der Umsätze. Insgesamt gab es im Erhebungszeitraum 2015/2016 440 Franchise-Systeme, rund 8.000 Franchisenehmer an 10.400 Standorten, was einem Plus gegenüber der Studie davor (2013/2014) von sieben Prozent entspricht.

Ebenfalls sieben Prozent konnte man bei den Netto-Umsätzen zulegen, die aktuell bei geschätzten 9,3 Milliarden Euro liegen. Dazu kommt seitens der befragten Franchise-Nehmer ein überaus positiver Blick in die unmittelbare Franchise-Zukunft sowie eine eindrucksvolle Bestätigung, dass man mit Franchise den absolut richtigen Unternehmensweg gefunden habe. ÖFV Präsident andreas Haider: "Nicht weniger als 76 Prozent erwarten innerhalb der kommenden zwei Jahre ein weiteres Unternehmenswachstum." Ebenfalls erwähnenswert: 86 Prozent planen die Aufnahme neuer Franchise-Nehmer.

Die Tatsache, dass die blühende Franchise-Szene ein eher junger Wirtschaftsspross ist, zeigt sich unter anderem auch darin,dass 80 Prozent der Systeme erst seit dem Jahr 2000 oder später auf dem österreichischen Markt tätig sind. Wobei sich über zwei Drittel allerFranchising-Systeme gegenwärtig in der Aufbau- und Expansionsphase befinden.Nur 14 Prozent sehen sich in einer Reifephase, gerade einmal 9 Prozent konsolidieren. Interessant dabei ist auch, dass 60 Prozent der gegründeten Franchise-Systeme österreichischen Ursprungs sind.

Im Durchschnitt verfügt ein Franchise-System in Österreich über 25 Standorte und 18 Franchise-Nehmer, wovon etwa ein Viertel weiblich ist.Jedes System beschäftigt im Schnitt 239 Mitarbeiter, etwa 14 Prozent davon sind in der Franchise-Zentrale tätig. Elisabeth Zehetner-Piewald vom WKO Gründerservice weiss: "Die Hälfte der Franchise-Nehmer hat mehr als einen Standort, das heißt Multi Unit-Franchisingist neben der Gewinnung neuer Franchise-Nehmer ein wichtiger Wachstumshebel für bestehendeFranchise-Systeme und auch die Chance für die Partner, selbst zu wachsen."

Lag im Jahr 2011 der Frauenanteil bei den Franchise-Mitarbeitern noch bei 49 Prozent, so konnte dieser Anteil diesmal auf 59 Prozent erhöht werden. Und: 43 Prozent der Franchisenehmer sind ebenfalls weiblich.

Die durchschnittliche Investitionssumme für einen Franchise-Nehmer beträgt zum Start knapp über 120.000 Euro, die Einstiegsgebühr im Schnitt 13.000 Euro (mehr als die Hälfte unte r€ 10.000). An laufenden Gebühren zahlt ein Drittel der Franchise-Nehmer eine fixe Franchise-Gebühr, die im Monat durchschnittlich 515 Euro beträgt. Weitere 78 Prozent der Franchise-Nehmer zahlen darüber hinaus umsatzabhängige Franchise-Gebühren (im Schnitt 10 % des Umsatzes). Dazu kommen für 70 Prozent der Franchise-Nehmer umsatzabhängige Umlagen für Werbung, IT und sonstige Leistungen der Franchise-Zentrale.

 

 

 

Franz Förg, 11.10.2017, um 10:27 Uhr

Guten Tag,
gibt es eine Übersicht, um welche Art/%-Anzahl davon Gewerbe (insb. Gastronomie) es sich dabei handelt?
Besten Dank für Ihre Mitteilung im Voraus!
MfG, Franz Förg

willy zwerger, 11.10.2017, um 13:22 Uhr

Sehr geehrter Herr Förg, Sie bekommen diesbezüglich ein persönliches E-Mail von mir....
Herzliche Grüße
Willy Zwerger
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