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Eurostat

Große Preisunterschiede bei Nahrungsmitteln in der EU

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© Pixelio/Thorben Wengert

Rubrik: Studien, Handel, Aktuell

28.06.10 von Christian Pleschberger

Die Preisniveaus für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke in den Mitgliedsstaaten der EU27 differieren zum Teil erheblich.

Das Preisniveau eines vergleichbaren Warenkorbes von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken war im Jahr 2009 im teuersten Mitgliedsstaat der EU27 mehr als doppelt so hoch wie im billigsten. Das geht aus einem aktuellen Eurostat-Bericht hervor.

Bei Brot und Getreideerzeugnissen reichten die Preisunterschiede von 52 Prozent des EU27 Durchschnitts in Bulgarien und 58 Prozent in Polen bis 146 Prozent in Dänemark und 132 Prozent in Irland, bei Fleisch von 56 Prozent in Polen und 58 Prozent in Rumänien bis 131 Prozent in Dänemark und 128 Prozent in Österreich und bei Milch, Käse und Eiern von 63 Prozent in Polen und 77 Prozent in Litauen bis 137 Prozent in Irland und Zypern.

Bei alkoholischen Getränken unterschieden sich die Preisniveaus um das Zweieinhalbfache. Die höchsten Preisniveaus für alkoholische Getränke verzeichneten Finnland (170 Prozent des EU27 Durchschitts), Irland (137 %), Schweden (138 %) und Dänemark (135 %) und die niedrigsten Rumänien (70 %), Bulgarien (77 %), Spanien und Ungarn (je 84 %).

Mit fast 40 Prozent über dem EU27 Durchschnitt war das Preisniveau im Jahr 2009 in Dänemark insgesamt am höchsten. Irland, Finnland, Luxemburg, Österreich, Belgien, Deutschland und Frankreich lagen zwischen zehn und 30 Prozent über dem Durchschnitt. Italien, Zypern, Schweden und Griechenland lagen bis zu zehn Prozent über dem Durchschnitt, während die Niederlande, Spanien, das Vereinigte Königreich, Slowenien, Malta und Portugal bis zu zehn Prozent darunter lagen. Lettland, die Slowakei, Estland, Ungarn, die Tschechische Republik und Litauen hatten Preisniveaus für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke, die zwischen zehn und 30 Prozent unter dem EU27 Durchschnitt lagen, während Bulgarien, Rumänien und Polen zwischen 30 und 40 Prozent darunter lagen.