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Unilever

Guter Jahresstart für Unilever


Kategorie: Industrie
20.04.2017 von Nataša Nikolić

Unilever verzeichnet im 1. Quartal ein organisches Plus von 2,9 Prozent. 2017 steht ein straffes Sparprogramm an, zu dem u.a. Stelleneinsparungen in der Führungsebene gehören.

Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever ist im ersten Quartal stärker gewachsen als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg um 6,1 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurse sowie Zu- und Verkäufe, lag das Plus bei um 2,9 Prozent. Analysten hatten ursprünglich mit einem organischen Wachstum von 1,9 Prozent gerechnet.

Der Hersteller von Omo und Dove profitierte von positiven Wechselkurseffekten und Preiserhöhungen, die das leicht sinkende Volumen mehr als ausgleichen konnten. Der Konzern bestätigt auch seine Jahresprognose, die ein  organisches Wachstum von drei bis fünf Prozent vorsieht. Die operative Marge soll sich 2017 um mindestens 80 Basispunkte verbessern. Für das Quartal kündigte Unilever eine Dividende von 0,3585 € an. CEO Paul Polman: „Wir wuchsen im ersten Quartal erneut besser als der Markt.“ Für Polman sei das das Resultat von Investitionen sowohl in Innovationen als auch in die Stärkung der Marke

Betrachtet nach den einzelnen Geschäftsfeldern wuchs Refreshment mit 5,4 Prozent am meisten, gefolgt von Home Care (4,1%) und Personal Care (3,1%). Das niedrigste Wachstum gab es bei den Lebensmitteln (exklusive Brotaufstriche) mit 1,7 Prozent. Nach der erfolgreichen Abwehr der Übernahme durch den US-Konkurrenten Kraft Heinz, will der Konzern rentabler werden und setzt daher auf Umstrukturierungsmaßnahmen. Es gilt die Aktionäre davon zu überzeugen, dass der Konzern eigenständig funktionieren kann. Dazu gehören vor allem Kosteneinsparungen. Dazu werden die Sparten für Lebensmittel und Erfrischungen zusammengelegt. Trennen will man sich vom Geschäft mit Brotaufstrichen (wie Rama oder Lätta). Zudem soll das Werbebudget gekappt werden. Überdenken will man auch die niederländisch-britische Doppelstruktur. Zu den Einsparungsmaßnahmen gehört auch eine Ausdünnung der Führungsebene, der ein Stellenabbau bevorsteht.

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