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Handelsverband

Handelshemmnis Demonstration


Kategorie: Handel
04.07.2017 von Martin Ross

Die KMU Forschung Austria hat eine Studie erstellt, die beweisen soll, dass Demonstrationen in der Wiener Innenstadt den Jahresumsatz des stationären Einzelhandels um 2,6 Prozent verringern.

Der Handelsverband ist für Demo-Zonen in der Wiener Innenstadt © Siegfried Bellach/pixelio.de
Der Handelsverband ist für Demo-Zonen in der Wiener Innenstadt © Siegfried Bellach/pixelio.de

Diese Studie zu den Auswirkungen von Ringsperren bestätige die langjährige Forderung nach geeigneten Demozonen, ohne Grundrechte zu beschneiden, so der Handelsverband in einer Aussendung. Jährlich 37 zumindest partielle Ringsperren an verkaufsoffenen Tagen seien für den stationären Einzelhandel im Herzen Wiens einfach zu viel und nicht mehr planbar. Daher unterstützt der Handelsverband auch den Appell der WKO zur Einrichtung geeigneter Demozonen, etwa am Wiener Schwarzenbergplatz (siehe hier).

„Wichtig ist, dass wir gemeinsam eine Lösung finden, mit der alle Seiten – Händler, Politiker, Anrainer, NGOs – gut leben können. Das heißt aber dezidiert nicht, Demos an den Stadtrand oder auf die Donauinsel zu verbannen. Denn das Recht auf Versammlungsfreiheit ist von fundamentaler Relevanz“, plädiert Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes, für ein verhältnismäßiges Ausleben dieses Guts, damit Grundrechte nicht auf dem Rücken von wenigen, arbeitsplatzschaffenden Unternehmen zum einseitigen Nachteil angewandt werden. Wünschenswert wären aus Sicht des Handelsverbandes überdies eine Verlängerung der Demo-Anmeldefrist von 24 auf 72 Stunden sowie ein zentraler Ansprechpartner bei jeder Demonstration, damit sich Geschädigte auch unmittelbar an Verantwortliche wenden können.

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