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Christian Kratky/Unilever Austria

Innovativ sein bringt’s

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Christian Kratky, nationaler Verkaufsleiter und in der Unilever Österreich Geschäftsführung für Knorr zuständiger Kategoriedirektor
® Unilever Austria

Rubrik: Industrie, Interviews

03.05.10 von Michaela Schellner

Christian Kratky, nationaler Verkaufsleiter und in der Unilever Österreich Geschäftsführung für Knorr zuständiger Kategoriedirektor, verrät im CASH-Interview, wie er den Suppenmarkt gemeinsam mit dem Handel weiterentwickeln will.

CASH: Herr Kratky, am Suppenmarkt dreht sich derzeit alles um die Trends Convenience und Natürlichkeit. Wie reagieren Sie mit Knorr auf diese Entwicklung?

Christian Kratky: Auch wir stellen fest, dass Convenience und Natürlichkeit das Marktgeschehen generell, aber auch speziell in der Kategorie Suppen bestimmen. Wir haben auf diese Konsumentenwünsche mit unserer Innovation Knorr Bouillon Pur reagiert, die neben Qualität und Abwechslung auch diese beiden Aspekte berücksichtigt. Suppen können mit dieser neuen Generation von Bouillon, die übrigens in der optischen Gestaltung durch ihre geleeartige Konsistenz an eine selbst gemachte Bouillon erinnert, schnell und einfach zubereitet werden. Außerdem überzeugt das Produkt auch absolut im Geschmack und kommt dabei ohne Geschmacksverstärker, Farb- und Konservierungsstoffe aus.     

Und welche Erwartungen knüpfen Sie an Knorr Bouillon Pur?

Also generell haben wir uns für 2010 wieder vorgenommen, den Markt gemeinsam mit unseren Handelspartnern weiterzuentwickeln. Das funktioniert vor allem über die Ansprache neuer Zielgruppen, an die sich Knorr Bouillon Pur unserer Meinung nach – und das bestätigt uns auch die Marktforschung – richtet. Damit werden neue Käufer in die Kategorie geholt, ohne dass eine Substitution zu bestehenden Produkten eintritt bzw. es einfach nur zu einem Abtausch von Produkten kommt.

Wenn man aber so innovationsfreudig ist wie Knorr, wird man irgendwann abtauschen müssen, denn es gibt ja keine Gummiregale. Wie verhalten Sie sich hier?

Also mit dem Gummiregal haben Sie einmal grundsätzlich recht, das gibt es nicht. Man hat eben nur eine bestimmte Fläche zur Verfügung, die es gilt so lukrativ und interessant wie möglich zu bewirtschaften – für die Konsumenten, die Handelspartner und für uns. Wir sprechen in diesem Zusammenhang Empfehlungen immer mit dem Ziel aus, die Kategorie weiterzuentwickeln und dahingehend auch das Regal zu optimieren.

In einem optimalen Regal finden sich – so hat es zumindest im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise den Anschein – aber nun auch vermehrt die Eigenmarken des Handels. Welche Rolle spielen diese in der Kategorie Suppen?

Auch im Suppenbereich gibt’s Eigenmarken, die eine hohe Bedeutung und auch ihre Käufer haben. Sie sind aber je nach Segment unterschiedlich stark vertreten. Den größten Marktanteil mit deutlich über zehn Prozent haben sie sicherlich bei den Bouillons, bei den Beutelsuppen hingegen liegt er deutlich unter zehn Prozent. Da wo der Marktanteil sehr hoch ist, versuchen wir über Innovationen auch Differenzierungen herzustellen, neue Wege zu gehen und neue Käuferschichten anzusprechen.
Einen krisenbedingten dramatischen Switch zu den Eigenmarken haben wir aber nicht festgestellt, denn die Konsumenten haben hier auch schon davor zugegriffen. Dennoch glaube ich nicht, dass der Konsument, wenn er sparen möchte, die Lösung im vermehrten Kauf von Eigenmarken findet. Denn die Markenprodukte sind vom absoluten Verkaufspreis mit rund einem Euro nicht so teuer.

Vielen Dank für das Gespräch.