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KMU

KMU orten Handlungsbedarf

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Rubrik: Studien, Aktuell

20.01.10 von Michaela Schellner

Die aktuelle KMU Studie zum Turnaround 2010, die vor kurzem in den Räumen der Wirtschaftsplattform Go Ahead! von Peter Hirschfeld (Gründer und Geschäftsführer der UIK-austria) und Mag. Brigitta Wallner (YouGovPsychonomics) präsentiert wurde, zeigt den deutlichen Wunsch nach Handlungsbedarf in den Bereichen Steuerhöhe, Abgaben und Bürokratie auf.
Im Rahmen dieser Partei- und Interessensvertretungsunabhängigen Befragung wurden rund 1.000 KMU, die zwischen einem und 250 Mitarbeitern beschäftigen, kontaktiert.

Die Ergebnisse im Detail:

  • 92% aller KMU sind mit der Steuern- und Abgabenhöhe unzufrieden
  • 90% kritisieren die Ausschreibungsmodalitäten der öffentlichen Hand
  • 86% können sich mit den wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung nicht identifizieren – kein einziger (!!!) Betrieb war/ ist mit den wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung „sehr zufrieden“
  • 81% sehen Handlungsbedarf bei den Förderungsangeboten für KMU
  • 77% sind mit der Unterstützung der Interessensvertretungen wenig bis gar nicht zufrieden.

Noch mehr Gewicht erhalten diese Antworten bei Berücksichtigung folgender Tatsachen:

  • Über 99% der Betriebe in Österreich sind KMU.
  • Mehr als 80% der Unternehmen beschäftigen unter 10 Mitarbeiter.
  • Es sind rund 1.500 Betriebe, die mehr als 250 Mitarbeiter Arbeit geben – aber rund eine Viertelmillion Unternehmen die unter 250 Mitarbeiter beschäftigen. (Quelle: Hauptverband der Sozialversicherungsträger)

Die Studie zeigt somit deutlich, dass spezielle Förderungsangebote für KMU, Senkung der Lohnnebenkosten, Bürokratiereduktion, Investitionserleicherung und schnellere Abschreibungsmöglichkeiten von Investitionen nach wie vor ganz oben auf der Wunschliste der Klein- und Mittelbetriebe stehen. Peter Hirschfeld hofft auf ein Umdenken und Unterstützung der Verantwortlichen: "Es ist höchste Zeit, die mittelständische Wirtschaft – auch in den Interessensvertretungen – stärker zu berücksichtigen. Über drei Viertel negatives Feedback für die Kammerorganisation fordert nach einer Korrektur dieser Schieflage zu Gunsten der österreichischen KMU."

DIE STUDIE

Befragungszeitraum: 9.11.2009 - 9.12.2009
Methode: Online-Umfrage
Grundgesamtheit: 977 KMU, 93 % der Betriebe sind inhabergeführt, 67 % der Betriebe bis 10 Mitarbeiter, 27 % der Betriebe 11-50 Mitarbeiter, 6 % der Betriebe 51-250 Mitarbeiter
Dürchführung: Full Service Marktforschungsinstitut YouGovPsychonomics