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Henkel CEE

Konsumentenstudie zeigt: Im Supermarkt wird nicht gespart

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Die Konsumentenstudie von henkel zeigt: Gespart wird beim Autokauf, aber nicht im Supermarkt<br>© Foto: Christian Pleschberger/CASH

Die Konsumentenstudie von henkel zeigt: Gespart wird beim Autokauf, aber nicht im Supermarkt
© Foto: Christian Pleschberger/CASH

Rubrik: Industrie, Strategie, Studien, Aktuell

09.06.10 von Christian Pleschberger

Im Auftrag von Henkel CEE hat das Integral-Institut Konsumentinnen in Österreich und ausgewählten osteuropäischen Ländern nach ihrem Konsumverhalten als mögliche Antwort auf die Wirtschaftskrise befragt. Fazit: Gespart wird beim Autokauf aber nicht im Supermarkt.

Wie im Vorjahr hat das Integral-Institut im Auftrag von Henkel CEE auch heuer wieder Konsumentinnen in Österreich sowie ausgewählten osteuropäischen Ländern nach ihrem Konsumverhalten als mögliche Antwort auf die Wirtschaftskrise befragt. Erfreuliches Ergebnis: Österreichs Konsumentinnen sind im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas optimistischer.

Je jünger, umso optimistischer

2009 hatten noch 35 Prozent der befragten Österreicherinnen ihre persönliche und familiäre Finanzsituation schlechter als im Jahr davor beurteilt. 2010 liegt dieser Prozentsatz bei nur mehr 28 Prozent. Die Zahl der positiv Gestimmten hat sich dagegen von 65 auf 70 Prozent leicht erhöht. Dabei sind die Jungen deutlich optimistischer als ältere Personen, und naturgemäß wird die Situation von Personen mit niedrigen Einkommen deutlich pessimistischer beurteilt.

Ausgabebereitschaft leicht gestiegen

Der Wille zum Sparen wird vor allem in Bezug auf die großen Ausgaben wie Auto, Wohnung oder Haus und die Freitzeitgestaltung außer Haus (Fortgehen) bekundet. Rund ein Drittel der Befragten gibt an, hier im heurigen Jahr weniger als im Vorjahr investieren zu wollen. Zum Vergleich: Der entsprechende Wert für den Lebensmitteleinkauf bzw. für den Wasch-/Reinigungsmitteleinkauf liegt bei jeweils nur elf Prozent.

Sparen eher bei Food als bei Non Food

Im Supermarkt wiederum gibt es eine Verhaltensänderung dahingehend, als Budgets in erster Linie bei Food (Süßigkeiten, Limonaden) und kaum bei Non Food-Artikeln gekürzt werden. Mag. Andrea Mislik, Leiterin Marktforschung Henkel CEE: "Am Wäschewaschen kommt sozusagen niemand vorbei."

Mehr Aktionskäufe, kein Wechsel zu Private Labels

Während um zu sparen im Lebensmitelbereich einfach die Einkaufshäufigkeit reduziert wird, bauen Konsumentinnen in puncto Non Food im Besonderen auf die Angebot im Handel. So stimmen 75 Prozent der Aussage "Ich werde mehr Waschmittel in Aktion kaufen" zu. Nur 27 Prozent bekunden, zu einem günstigeren Waschmittel wechseln zu wollen. Mag. Martna Steinerberger-Voracek, Managing Director Wasch-/Reinigungsmittel Österreich Henkel CEE: "Unser Ziel für 2010 ist es deshalb, unseren Markenwert weiter zu  stärken. Am Markt investieren wir daher kräftig in Werbung, in Promotions und in Innovationen. Ganz stark im Fokus stehen dabei die Young Consumers, die meist spontan am PoS ihre Kaufentscheidung treffen. Diese jungen Verbraucher wollen wir gezielt ansprechen, um sie für unsere Marken zu begeistern. Das tun wir dieses Jahr beispielsweise, indem wir mit dem Persil Wäscheservice auf diversen Festivals in ganz Österreich vertreten sind."

Umweltschutz kein Mega-Thema

Laut Integral-Umfrage ist Energiesparen - etwas überraschend - noch nicht wirklich das Mega-Thema im Verbraucherbereich. Nur 52 Prozent geben an, eine entsprechende persönliche Intiative in den vergangenen Monaten gesetzt zu haben. Speziell die Jungen (14-29 Jahre, 33 %) und die Bezieher niedriger Einkommen (1.500 Euro und weniger, 47 %) haben dazu den vergleichsweise geringsten thematischen Zugang. Für immerhin 26 Prozent der umweltbewussten Verbraucherinnen ist es inzwischen allerdings Usus, ihre Wäsche sukzessive mit niedrigerer Temperatur zu waschen.

In Ungarn, Rumänien und der Türkei überwiegt der Pessimismus

Henkel CEE ließ die Verbraucherinnen-Befragung zudem in ausgewählten osteuropäischen Ländern durchführen. Hier zeigt sich, dass die Situation und Stimmung in Rumänien (58 %, "Es geht mir finanziell schlechter als im Vorjahr"), Ungarn (57 %) und in der Türkei (54 %) besonders negativ ist. Zum Vergleich die Werte anderer Länder: Österreich ist, positiv betrachtet, top (28 %), es folgen Russland (41 %), Polen (42 %) und Tschechien (45 %).