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LK Österreich

Landwirtschaftskammer fordert rasche Abschaffung der Schaumweinsteuer


Kategorie: Industrie, Handel
15.12.2017 von Nataša Nikolić

Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, ruft die Regierung in einer Aussendung dazu auf, die Schaumweinsteuer abzuschaffen.

© Petra Bork  / pixelio.de
© Petra Bork / pixelio.de

Weihnachten und Silvester sind die Hauptsaison für Schaumweinhersteller. Sie machen zur besinnlichen Zeit des Jahres den Löwenanteil ihrer Jahresumsätze. Seit der Wiedereinführung der Schaumweinsteuer 2014 müssen sie auch einen großen Teil davon an den Fiskus abführen. Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, fordert die Regierung daher nochmals auf, die Steuer abzuschaffen. "Der Jahreswechsel ist die Hochsaison für Sekt und Schaumweine in Österreich. Damit Sektliebhaber ihre prickelnden Momente künftig noch mehr genießen können, fordert die LK Österreich die rasche Abschaffung der Schaumweinsteuer. Seit der Wiedereinführung der Steuer musste ein Rückgang des Marktes um rund 21 % verzeichnet werden. Nicht-besteuerte ausländische Alternativprodukte, wie Prosecco oder Frizzante, profitieren von der Sektsteuer und der damit verbundenen Benachteiligung der österreichischen Weinwirtschaft", sagt Schultes. 

Schultes kritisiert, dass vor allem die Mehreinnahmen für den Staat viel geringer sind, als der Aufwand und die Ausgaben der Hersteller (und Konsumenten). "Die im Jahr 2014 wiedereingeführte Schaumweinsteuer brachte enormen Verwaltungsaufwand für Betriebe und Staat, hohe Verwaltungskosten und weit geringere Einnahmen als ursprünglich budgetiert. So stellt sich die derzeitige Situation dar. Die Steuer führt zu einer unverständlichen Benachteiligung der österreichischen Weinwirtschaft. Damit verbunden sind Absatzrückgänge. Für die Sektsteuer-freien Alternativprodukte, wie Prosecco, Frizzante und Co., ist das eine staatliche Absatzförderung durch die Diskriminierung qualitativ hochwertiger Produkte. Diese Silvestersteuer ist nichts anderes als ein Prosit auf den Finanzminister. Der Staat beziehungsweise die öffentliche Hand hat keinen wirksamen Nutzen von dieser Belastungssteuer. Es ist ein Nullsummenspiel für die Staatskasse und eine Bestrafung für Liebhaber heimischer Sektqualität. Wir fordern daher von der neuen Bundesregierung eine rasche Abschaffung dieser Steuer", so Schultes in einer Aussendung.

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