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Metro startet schleppend ins neue Geschäftsjahr


Kategorie: Handel, LH, Sonstiger Handel
10.01.2017 von Susan Hasse

Der Umsatz der Metro AG ist im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 um 0,6 Prozent gefallen. Vorstandschef Olaf Koch spricht von einem "anspruchsvollem Marktumfeld".

Metro kann mit dem Konkurrenz nicht mithalten. © Metro AG
Metro kann mit dem Konkurrenz nicht mithalten. © Metro AG

Eine schwächere Entwicklung bei Real und Verkäufe bremsen den Handelskonzern Metro. Zwischen Oktober und Dezember setzte der Konzern nach vorläufigen Berechnungen 17 Mrd. Euro um. Auf gleicher Fläche hielten sich die Erlöse stabil. Vorstandschef Olaf Koch sprach von einem "anspruchsvollen Marktumfeld", in dem sich Metro aber "solide behaupte".

Die Verbrauchermarktkette Real fiel im Wettbewerb mit Edeka, Rewe, Aldi und Lidl weiter zurück. Auch durch Ladenschließungen sank der Umsatz von Real im Weihnachtsquartal um 4 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Andere deutsche Händler berichteten von sehr guten Weihnachtsgeschäften. Der Umsatz der auch in Österreich tätigen Sparte Cash & Carry konnte immerhin leicht um 0,7 Prozent zulegen.

Das Weihnachtsgeschäft ist für Metro wie auch viele andere Händler die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Metro sprach von einer "zunehmenden Entzerrung des Weihnachtsgeschäfts" durch Gutscheine, was sich auch bei der Tochter Media-Saturn zeigte. Die Elektroniksparte verzeichnete ein Nullwachstum und machte wie im Vorjahr 6,9 Mrd. Euro Umsatz. Zuwächse gab es bei Media-Saturn vor allem im Online-Geschäft und bei Serviceleistungen. Bei den einzelnen Warengruppen hatten Smartphones, Fernseher und Haushaltsgeräte die Nase vorn. CDs, DVDs, Kameras und IT Hardware seien rückläufig.

Für positive Effekte sorgte diesmal der russische Rubel, wohingegen aber die türkische Lira belastete. Das traf den stark aufs Ausland ausgerichteten Großhandel, dessen Umsatz um 0,3 Prozent auf 8 Mrd. Euro sank. Aber auch in Deutschland, Belgien und den Niederlanden waren die Umsätze laut Metro rückläufig. 

Metro will sich bis zur Jahresmitte in zwei Unternehmen teilen: einen Lebensmittelspezialisten und einen Unterhaltungselektronik-Konzern. Am 5. Februar sollen die Aktionäre über die geplanten Aufspaltung abstimmen. Auf mittlere Sicht ist ein Umsatzplus beider Unternehmen von jährlich mindestens drei Prozent geplant. Für den Gesamtkonzern hat Metro für dieses Jahr einen leichten Anstieg beim flächenbereinigten Umsatz und beim operativen Ergebnis eingepeilt.

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