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Coop
Milliardenverlust für Schweizer LEH durch Shoppingtourismus
Zwei Milliarden Franken (rund 1,6 Mrd. Euro) beträgt der jährliche Umsatzverlust des Schweizer Detailhandels wegen des zunehmenden Einkaufstourismus der Schweizer Bürger - so die Schätzung von Coop-Chef Hansueli Loosli in einem aktuellen Interview mit der Schweizer Zeitung "Der Sonntag". Allein auf das Unternehmen Coop würde dabei ein Fünftel, also 400 Millionen Franken (rund 320 Millionen Euro), entfallen.
"Man muss sich einfach bewusst sein: Wer über der Grenze einkauft, profitiert persönlich und gefährdet damit Arbeitsplätze in der Schweiz", kritisiert der Coop-Chef seine Landsleute, die zum "Billig-Shoppen" gerne in die angrenzenden EU-Staaten fahren.
"Wir bezahlen Mindestlöhne von 3700 Franken, bieten gute Sozialleistungen, bezahlen zwei Drittel der Pensionskassenbeiträge, zahlen Schwerverkehrsabgaben, die Millionen kosten, wir haben ein Nachtfahrverbot für Lastwagen, und, und, und. Das gibt es auf der anderen Seite alles nicht. Wer über die Grenze geht, nutzt dies aus," zeigt sich Loosli erzürnt, der gleichzeitig bestätigt, dass die Coop-Umsätze zurzeit leicht unter Vorjahr liegen.
In Looslis Kritik geraten aber auch die europäischen Lieferanten, die seiner Ansicht nach ihre Devisenvorteile zurückhalten würden. Schließlich hat der Schweizer Franken zum Euro in den letzten Monaten aufgrund der Euro-Krise erheblich aufgewertet. Lag das Währungsverhältnis Euro zu Franken Anfang 2010 noch bei 1 zu 1,50 beträgt es jetzt 1 zu 1,22, woraus sich aus den in Franken abgeschlossenen Verträgen für die in Euro bilanzierenden EU-Lieferanten ein deutlicher positiver Währungseffekt ergibt.


Usermeinung
der kleine grenzverkehr existiert seit ´jahrzehnten in etwa gleicher groessen- ordnung (aldi/hofer etc. sei dank. jetzt dies feststellen, als grosse neuigkeit ist mehr als schwach. die ek - preise verhandelt doch coop, oder sind diese nur befehlsempfaenger?
schoenen gruss aus peru, ex deutscher und oesterreichischer einzelhandel