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Global Retail Development Index

Onlinehandel oftmals Einstieg in Schwellenländer


Kategorie: Studien, Handel, ecommerce
14.06.2017 von Manuel Stenger

Aufgrund geopolitischer Unsicherheit und nationalistischer Tendenzen sind globale Handelsunternehmen in Schwellenländern vorsichtiger geworden. E-Commerce wird von vielen Firmen für den Einstieg in die jeweiligen Märkte genutzt.

© A.T. Kearney
© A.T. Kearney

Der Global Retail Development Index von A.T. Kearney trägt den Titel „The Age of Focus“ und listet die 30 weltweit wichtigsten Schwellenländer für Einzelhandelsinvestitionen auf. Anhand von 25 makroökonomischen und einzelhandelsspezifischen Variablen wurde die derzeitige Attraktivität sowie Chancen für die Zukunft ausgewertet. Auf Platz 1 liegt Indien, gefolgt von China und Malaysia. Aufgrund geopolitischer Unsicherheit und nationalistischen Tendenzen sind die globalen Handelsunternehmen in den Märkten der Schwellenländer vorsichtiger geworden. Neue Markteintritte sind nur in der Bekleidungsindustrie zu beobachten, viele Retailer konzentrieren sich auf die Optimierung bestehender Ladennetzwerke.

„Internationale Handelsketten müssen sich verstärkt dem Thema Online-Shopping widmen, wenn sie in Schwellenländern bestehen wollen“, so Dr. Mirko Warschun, Leiter des Beratungsbereichs Konsumgüterindustrie und Handel in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika bei der Unternehmensberatung A.T. Kearney. In vielen Emerging Markets ist der mobile Einzelhandel zur wichtigsten Form des Online-Shoppings geworden. Warschun dazu: „Wir gehen davon aus, dass immer mehr Einzelhändler im Rahmen ihrer zukünftigen Expansionspläne auf mobile Konzepte setzen.“ Viele deutsche Unternehmen verfolgen daher bereits eine Online-First-Strategie. Vor allem wird das Sortiment online bekannt gemacht, erst danach wird ein Einstieg in den stationären Handel überlegt. So haben Aldi oder auch Lidl ihr Online-Geschäft in China über die Alibaba-Plattform Tmall Global gestartet.

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