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Persil wird 110


Kategorie: Industrie, Non Food
16.05.2017 von Martin Ross

Am 6. Juni feiert Persil seinen 110. Geburtstag. Aus diesem Anlass gibt es eine Reihe von Konsumenten-Angeboten, und ein Persil-Truck tourt im Sommer durch ganz Österreich.


Persil – das erste selbsttätige Waschmittel Deutschlands und Österreichs – wird also 110 Jahre alt. Deshalb steht das gesamte Jahr 2017, vor allem aber der Sommer, ganz im Zeichen dieses Jubiläums, das zahlreiche Highlights bietet, vor allem die österreichweite Promotion-Tour „110 Jahre Persil“. Der Persil-Truck wird unterwegs sein und an elf Locations im Zeitraum vom 23. Juni bis 22. September 2017 Station machen. Der Start erfolgt auf dem Wiener Donauinselfest, danach geht es quer durch Österreich.

Ein Blick zurück

Es gibt hierzulande wohl niemanden, der Persil nicht kennt, seit seiner Erfindung im Jahr 1907 ist es wahrscheinlich in jedem Haushalt verwendet worden. In jenem Jahr gelingt es den Chemikern von Henkel, das Waschen zu revolutionieren. Sie kombinieren Natriumsilikat mit Natriumperborat, das beim Kochen der Wäsche fein perlenden Sauerstoff freisetzt. Dieser bewirkt nicht nur – im Gegensatz zum bis dahin verwendeten Chlor – eine besonders textilschonende und geruchlose Bleiche. Das erste selbsttätige Waschmittel ist geboren: Persil.

In den 1950er- und frühen 1960er-Jahren wird der Waschmittelmarkt durch die Erfindung der Waschmaschine revolutioniert, die Wachmittel mussten an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Und so entstand „Persil 59“, das erste synthetische Waschmittel. Im Laufe der darauffolgenden Jahrzehnte hat sich Persil zu einer führenden und werblich omnipräsenten Marke entwickelt, wenn es um Pflege und Waschen geht. 1973 erscheint das erste Persil, ohne Zusatz einer Jahreszahl auf der Packung, wie es bis dato die Regel war. Stattdessen wird in den Anzeigen ein neuer Slogan eingeführt, der beim Verbraucher dauerhaft in Erinnerung bleiben wird: „Persil. Da weiß man, was man hat.“

In den 1980er-Jahren wurde der Umweltschutz zu einem immer wichtigeren Thema. Bei Henkel hat man bereits Anfang der 1950er-Jahre Versuche zur Erforschung der biologischen Abbaubarkeit von Tensiden unternommen. Bereits 1966 wird das Forschungsprojekt „Phosphatersatz“ ins Leben gerufen. Denn sowohl Tenside, die den Schmutz aus der Wäsche lösen, als auch Phosphate, die das Wasser weich machen, belasten das Grundwasser. Es gelingt, Tenside zu entwickeln, die immer besser ökologisch abbaubar sind. Ab 1986 ist Persil phosphatfrei.

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