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dm drogerie markt

Plastiksackerlverbrauch binnen Jahresfrist halbiert

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Mehrweglösungen auf dem Vormarsch: Bei dm drogerie markt werden nur mehr halb so viele Plastiksackerl nachgefragt, als noch vor einem Jahr<br>© Foto: dm/Neumayr

Mehrweglösungen auf dem Vormarsch: Bei dm drogerie markt werden nur mehr halb so viele Plastiksackerl nachgefragt, als noch vor einem Jahr
© Foto: dm/Neumayr

Rubrik: Handel, Sonstiger Handel, Aktuell

01.07.11 von Christian Pleschberger

Innerhalb eines Jahres ist der Plastiksackerverbrauch bei der Drogeriemarktkette dm um die Hälfte zurückgegangen. Aufgrund des großen Erfolgs wird das neue Tragetaschenkonzept jetzt auch auf die dm Länder in Mittel- und Südosteuropa ausgedehnt.

Innerhalb eines Jahres hat sich der Plastiksackerlverbrauch bei der Drogeriemarktkette von 1,5 Millionen auf rund 650.000 Stück pro Monat mehr als halbiert.

Vor eineinhalb Jahren begann dm drogerie markt mit dem schrittweisen Umstieg auf ein ökologisches Tragetaschensortiment: Abreißbeutel und Plastiksackerl wurden auf Recyclingfolie umgestellt, das Mehrwegangebot erweitert, eine Permanenttragetasche und die erste Stoffpfandtasche Österreichs eingeführt. "Die positive Rückmeldung der Kunden und die steigende Nachfrage nach Mehrwegangeboten zeigen uns, dass wir mit den bisherigen Maßnahmen auf dem richtigen Weg sind", freut sich Diplom-Betriebswirt Harald Bauer aus der dm Geschäftsführung. "Aufgrund des großen Erfolgs in Österreich treiben wir das Thema nun auch verstärkt in unseren neun Verbundenen Ländern in Mittel- und Südosteuropa voran. Noch im Laufe des Sommers  wird es neue, attraktive Mehrweglösungen geben, die auch in Kroatien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und Bulgarien erhältlich sein werden", erklärt Bauer.

Ökobeitrag statt Gratissackerl

Neben der Erweiterung des Mehrweg- und einzigartigen Pfandangebots wird eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt, um die dm Kunden für das Thema "Einwegsackerl" weiter zu sensibilisieren und zu informieren. Noch im Sommer 2011 wird bei dm in Österreich auf das bisherige Gratissackerl ein Ökobeitrag von 20 Cent erhoben, der in attraktive Angebote und Aktionen rund um das Mehrwegangebot investiert wird. "Ursprünglich war die Abschaffung des Gratissackerls schon für Juli geplant. Aufgrund der Entscheidung, das neue, ökologische Taschenkonzept auch auf die Verbundenen Länder auszudehnen, hat sich die Produktion verzögert, sodass wir die neuen Taschen erst Anfang August anbieten können. Dementsprechend wird auch der Ökobeitrag für das bisherige Gratissackerl in Österreich zeitgleich im Laufe des August kommen", erklärt Bauer.

Über 120 Maßnahmen für mehr ökologische Nachhaltigkeit

Die Umstellungen im Bereich Tragetaschen sind bei dm ein Teil eines Gesamtpakets aus bisher über 120 ökologischen Maßnahmen, die von dm Mitarbeitern aus allen Unternehmensbereichen erarbeitet wurden, um dm drogerie markt künftig noch nachhaltiger zu gestalten. "Für uns ist ein ökologischeres Sackerlangebot ein wichtiger Schritt, um bei unseren Kunden das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und Wertstoffen zu schärfen", sagt Harald Bauer. Neben vielen kleinen Projekten wie ein bewusster Umgang mit Heizung und Klimaanlage oder Mülltrennung setzte dm bundesweit bereits eine Reihe nachhaltig wirksamer Maßnahmen um. Unter anderem wurde der gesamte Strombezug für Zentrale, Logistikzentrum und fast alle österreichischen Filialen auf Salzburger Wasserkraft umgestellt. Seit 1. Oktober 2010 ist dm drogerie markt Österreich auch Mitglied der WWF Climate Group und verpflichtete sich, seinen CO2-Ausstoß in den nächsten drei Jahren um mindestens 15 Prozent zu reduzieren.