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Politik und Handel als Partner für die Zukunft


Kategorie: Handel, ecommerce
29.03.2017 von Manuel Stenger

Beim Dialog zwischen Politik und Wirtschaft fanden sich Außenminister Sebastian Kurz und Rewe Vorstandsvorsitzender Frank Hensel in der Wiener Albert Hall zum Gespräch ein.

Außenminister Sebastian Kurz, Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will und Rewe International Vorstandsvorsitzender Frank Hensel. © Katharina Schiffl
Außenminister Sebastian Kurz, Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will und Rewe International Vorstandsvorsitzender Frank Hensel. © Katharina Schiffl
Moderator und Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will, Rewe International Vorstandsvorsitzender Frank Hensel und Außenminister Sebastian Kurz beim Gespräch in der Albert Hall. © Katharina Schiffl
Moderator und Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will, Rewe International Vorstandsvorsitzender Frank Hensel und Außenminister Sebastian Kurz beim Gespräch in der Albert Hall. © Katharina Schiffl

Am Abend des 28. März 2017 lud der Handelsverband zum Dialog zwischen Politik und Handel. Mit Moderator und Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will sprachen am Podium Sebastian Kurz (Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres) und Frank Hensel (Vorstandsvorsitzender Rewe International AG) über die Lage der Europäischen Union, dem Thema Flüchtlingsbewegung und der Digitalisierung. CASH war bei der Abendveranstaltung dabei und berichtet.

„Keine Alternative zur EU“
Brexit, Sanktionen gegen Russland, eine stärker werdende chinesische Wirtschaft – „Wir merken, dass das geopolitische Umfeld, in dem wir agieren, schwieriger geworden ist“, so das Resümee von Kurz zur derzeitigen außenpolitischen Lage. Viele Länder versuchen immer mehr, Wertschöpfungsketten im Land zu halten. Dies hat nicht erst mit Trump begonnen, viele Länder in Asien praktizieren dies schon seit Jahren. Brexit war aber nicht per se eine Entscheidung gegen globalen Handel: Große Teile der britischen Elite hätten nach Kurz auch für den Brexit gestimmt, da ihnen die EU nicht freihandelsliebend genug war.

Auch Hensel bemerkt die schwieriger werdende internationale Lage: „Es gab schon bessere Zeiten. Wir haben viel zu tun, um die Krisenherde nach und nach zu entschärfen, auch in der EU. Als überzeugter Europäer sage ich: Es gibt keine Alternative zur EU.“ Hensel ist derzeit für 41.000 Mitarbeiter in Österreich verantwortlich und misst dem Handel als Jobmotor eine wichtige Bedeutung zu: „Die Politik kann keine Arbeitsplätze schaffen, aber gute Rahmenbedingungen.“ Dabei haben die Deutschen im Vergleich zu Österreich eine Sache in den vergangenen Jahren geschafft. „In Deutschland wurde eine Aufbruchsstimmung erzeugt“, ist Hensel überzeugt.

Sport und Arbeit als Integrationsmotor
Zur Sprache kam im Zuge des Events auch die Flüchtlingssituation und der Deal mit der Türkei. Außenminister Kurz betonte: „Es kommt nicht darauf an, wie viele, sondern welche Personen zu uns kommen. Viele Menschen sind in Österreich angekommen, die schwer in den Arbeitsmarkt integrierbar sind.“ Laut Hensel habe man bei Rewe „gute Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht“. Es wurden Flüchtlingsklassen ins Leben gerufen, um die Menschen auf den Beruf bestmöglich vorzubereiten. Neben Sport ist vor allem die Arbeit für Hensel der beste Integrationsfaktor. Rewe möchte weiteren Geflüchtete die Möglichkeit geben, in den österreichischen Arbeitsmarkt einzusteigen: „Wir werden wieder Jugendliche aufnehmen, die eine Aufenthaltsgenehmigung haben.“

Politik muss schneller auf Entwicklungen reagieren
Der Onlinehandel spielt auch im Lebensmittelmarkt eine immer stärker werdende Rolle. Wie reagiert Rewe auf Amazon Go & Co? „Die digitale Revolution ist eine bahnbrechende und bringt eine vollkommen neue Situation“, so Hensel, „das betrifft uns alle.“ Nach Hensel konnte man bisher viele Revolutionen nachholen – diesmal wird das nicht möglich sein. „Gewinner wird derjenige sein, der den Kunden in seiner Gesamtheit bedienen kann“, ist sich Hensel sicher. Der Rewe Vorstandsvorsitzende hat selber als Lehrling begonnen und sieht die Initiative zur stärkeren Vermittlung von digitalen Kompetenzen in der Lehre positiv: „Wir begrüßen solche Entwicklungen sehr und haben 150 neue Stellen mit unseren Online-Aktivitäten geschaffen.“

Wenn es um Bildung geht, ist die Politik gefordert, schnellstmöglich zu handeln. Dessen ist sich auch Kurz bewusst: „Was mir besonders auffällt, ist, dass Entwicklungen so schnell vonstatten gehen, dass es oft zu lange braucht, um mithalten zu können. Die Politik muss hier künftig viel schneller reagieren.“ Vor allem kritisierte Kurze, dass wir in Österreich meist nur über jene Jobs sprechen, die wegfallen, nicht jedoch über Branchen, die neue Jobs bringen. Hensel hakte hier ein: „Österreich muss ein Klima schaffen, das Online-Aktivitäten begünstigt. Das ist die einzige Chance, die Österreich hat.“

Wenn man den heutigen Handel mit jenem in 2050 vergleicht, wagt Hensel die Prognose: „Ich glaube, es wird sich der Handel nicht sonderlich unterscheiden. Was sich ändern wird, ist, dass sich der Kunde aus vielen Kanälen bedienen kann. Die Herausforderung für uns Händler besteht darin, dies zu gewährleisten.“

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