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Roboter-Rat soll Strategie für Österreich erarbeiten


Kategorie: Handel, Industrie, ecommerce, Studien
24.08.2017 von Manuel Stenger

Dieser wird vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie ins Leben gerufen, um der rasanten Entwicklung der Digitalisierung in der Wirtschaft als auch im privaten Raum gerecht zu werden.

Infrastrukturminister Jörg Leichtfried © bmvit/Johannes Zinner
Infrastrukturminister Jörg Leichtfried © bmvit/Johannes Zinner

Robotik und künstliche Intelligenz greifen in immer mehr Bereiche unseres täglichen Lebens sowie in Wirtschaft und Industrie ein. Infrastrukturminister Jörg Leichtfried setzt daher mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie einen Roboter-Rat für Österreich ein, um Chancen und Risiken besser abschätzen zu können. Noch im Herbst 2017 soll der Rat seine Arbeit aufnehmen. Pläne dazu wurden jetzt bei den Technologiegesprächen in Alpbach vorgelegt.

Der Rat besteht aus einem achtköpfigen Team, Vorsitzende des Roboter-Rates wird die Universitätsprofessorin Sabine Köszegi, derzeit Lehrende an der TU Wien und Leiterin des Instituts für Arbeitswissenschaft und Organisation, sein. Das Arbeitsbudget beträgt eine Million Euro. „Die Entwicklungen in der Robotik sind rasant. Selbst die Fachleute verlieren hier leicht den Überblick. Der Robotik-Rat soll daher auch Information für die breitere Öffentlichkeit aufbereiten und zu einer sachlichen Diskussion rund um das Thema beitragen“, wie Köszegi betont.

Der Rat wird Empfehlungen für Politik, Wirtschaft und die Bevölkerung erarbeiten und Information für die Öffentlichkeit aufbereiten. Infrastrukturminister Jörg Leichtfried dazu: „Roboter übernehmen immer mehr Aufgaben in unserem Alltag. Sie helfen etwa beim Putzen im Haushalt oder am Fließband in der Fabrik. Daran knüpfen die Österreicherinnen und Österreicher viele Erwartungen, aber auch Sorgen. Das nehmen wir ernst. Darum haben wir den Roboter-Rat ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten erarbeiten wir einen Plan, wo und wie Roboter in unserem Leben einen Platz haben werden. Wir entscheiden, wo die Reise hingeht. Der Mensch muss dabei immer im Mittelpunkt stehen.“

Österreicher offen für das Thema
Der Einsetzung eines Roboter-Rats geht der ausdrückliche Wunsch der österreichischen Bevölkerung voraus. Laut einer SORA-Umfrage wünschen sich zwei Drittel der Österreicher, dass sich die heimische Politik diesem Thema stärker annimmt. Rund die Hälfte der Befragten glaubt, dass Roboter bald so selbstverständlich sein werden wie Smartphones. Die SORA-Umfrage findet sich unter diesem Link.

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