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Spar-Chef Drexel für österreichweites Glyphosatverbot


Kategorie: Handel
29.11.2017 von Stefan Pirker

Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel © Helge Kirchberger Photography
Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel © Helge Kirchberger Photography
bellaflora-Geschäftsführer Alois Wichtl © www.markus-schneeberger.com
bellaflora-Geschäftsführer Alois Wichtl © www.markus-schneeberger.com

Nach einem heftigen Tauziehen votierte am 27. November 2017 eine Mehrheit der EU-Staaten dafür, den Breitbandherbizidwirkstoff Glyphosat für weitere fünf Jahre in der Europäischen Union zuzulassen. Österreich stimmte dagegen. Rund um Glyphosat tobt seit Jahren eine wissenschaftliche Kontroverse, in der es um die krebsauslösende Wirkung dieser chemischen Verbindung geht. Die EU-Agenturen halten den Wirkstoff jedenfalls für unbedenklich.

Aus der Front der Gegner in Österreich meldete sich nun u.a. Spar-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel in einer Aussendung zu Wort. Darin fordert er einen Glyphosat-Ausstiegsplan der zukünftigen Bundesregierung. "Die erneute Zulassung des schädlichen Wirkstoffes Glyphosat in der Landwirtschaft durch die Europäische Union ist ein Kniefall vor den internationalen Agrochemiekonzernen, insbesondere Monsanto", ist Spar-Vorstandsvorsitzender über den Beschluss in Brüssel entsetzt. Glyphosat ist der Hauptwirkstoff in den meisten von Monsanto unter der Marke Roundup weltweit angebotenen Breitband- bzw. Totalherbiziden.
"Die österreichische Politik ist nun gefordert, Glyphosat aus unserem Land zu verbannen. Ich appelliere daher an den Nationalrat, hier eine Gesetzesinitiative zu starten und umgehend für das Aus für Glyphosat in Österreich einzutreten", fordert Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel.

Ähnliche Töne kommen von bellaflora-Geschäftsführer Mag. Alois Wichtl. "Die Entscheidung der EU Kommission, das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat für weitere fünf Jahre zuzulassen, ist ein nicht wieder gutzumachender Fehler", betont Wichtl. bellaflora hat 2013 alle glyphosathältigen und auch alle anderen chemisch-synthetischen Pestizide aus den Regalen genommen. "Als Handelsunternehmen sind wir dafür verantwortlich, welche Produkte wir in den Markt bringen", so Wichtl. Aus diesem Grund appelliert Wichtl an alle Unternehmen in Österreich und in der EU, sich zu ihrer Verantwortung zu bekennen.

Christine Hermann, 29.11.2017, um 16:00 Uhr

Ich habe heute morgen das Interview mit dem Spar-Vorstandsvorsitzenden Herrn Dr. Gerhard Drexel gehört und will mich für sein engagiertes Auftreten bedanken! Unternehmer, die nicht ausschließlich gewinnorientiert, sondern vor allem bei Lebensmitteln auch an unsere Gesundheit denken, geben uns Konsumenten das seltene Gefühl wertgeschätzt zu sein! Danke!

Herbert Wegscheider Univ.-Prof. Dr., 30.11.2017, um 15:26 Uhr

Bravo den Herren Drexel und Wichtl! Drei ergänzende Überlegungen: Chemiekonzerne verdienen auch an Chemotherapien; wenn es keine Einigkeit in der Wissenschaft gibt, ist es ein Gebot der Vorsicht, auf Glyphosat zu verzichten; für Handelsunternehmen sollten die Stimmen ihrer Kunden wichtiger sein als die wissenschaftlichen Kontroversen.
PS: Wenn SPAR und bellaflora Glyphosatfreiheit in den Regalen garantieren, ist das für mich eine wichtige Kaufentscheidungsgrundlage.

sigrid stacher, 03.12.2017, um 10:23 Uhr

Bravo, meine Hochachtung und vollen Respekt hat dieser Mann zu 100 %. Ich kaufe sowieso nur mehr bei Spar , da er die meisten Produkte aus der Heimet anbietet , wenn er jetzt noch hin bekommt alle Produkte mit Glyphosat zu verbannen , wäre das sicher nicht nur wirtschaftlich für Spr eine Bereicherung sondern auch ein grosser Beitrag für die Umwelt
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