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AK Preismonitoring

Spekulationen machen Lebensmittel teuer

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© Foto: preisvergleich.eu

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Rubrik: Handel, Aktuell

20.07.11 von Christian Pleschberger

Im Jahresvergleich für den Monat Juni stieg der Preis für den Einkaufskorb laut AK um 15 Prozent. Die Industrie verweist auf zum Teil exorbitant höhere Kosten bei manchen Rohstoffen und Energie.

Laut Arbeiterkammer erhöhte sich der Preis für einen Einkaufskorb mit Gütern des täglichen Bedarfs in nur drei Monaten um gut acht Prozent. Während der Einkaufskorb mit preiswertesten Produkten im März noch durchschnittlich 47,76 Euro kostete, waren es im Juni mit 51,69 Euro um fast vier Euro mehr. Im Jahresvergleich Juni ist der Preis laut AK für den Einkaufskorb sogar um 15 Prozent (fast siegben Euro) gestiegen (Jui 2010: 44,97 Euro). Teurer sind jetzt im Jahresvergleich zum Beispiel Mehr (plus 69 Prozent), Bohnenkaffee (plus 32 Prozent), Zucker (plus 21 Prozent) oder Orangensaft (plus 25 Prozent).

Dr. Michael Blass, Geschäftsführer des Fachverbandes der Nahrungs- und Genussmittelindustrie in der Wirtschatskammer Österreich, verweist in dem Zusammenhang auf zum Teil exorbitant höhere Kosten bei manchen Rohstoffen sowie bei Energie. So zum Beispiel ist der Getreidepreis-Index von 173,7 im Jahr 2009 auf 254,9 Punkte in 2011 gestiegen, im gleichen Zeitraum erhöhte sich der Index für Molkereiprodukte von 141,6 auf 228,6 Punkte und der von Zucker von 257,3 auf 389,6 Punkte. Dazu kommen noch höhere Kosten bei manchen Verpackungsmaterialien wie Glas oder Weißblech (ca. 20 Prozent plus) sowie die gestiegenen Energie- und Lohnkosten, so Blass. Ungeachtet dessen ist der Anteil der Ausgaben für Ernährung an den Haushaltsausgaben heute so niedrig wie nie. Wendete ein Haushalt im Jahr 1962 noch durchschnittlich 38 Prozent seiner Ausgaben für Ernährung auf, so sind es heute nur noch rund 12 Prozent.

AK Präsident Herbert Tumpel fordert angesichts der Preissteigerungen von der Regierung u.a., sich insbesondere auf EU Ebene dafür einzusetzen, dass preistreibenden Spekulationen ein Riegel vorgeschoben wird. "Denn Spekulationen machen Rohstoffpreise und letztlich Lebensmittel teurer", so Tumpel.

Was verlangt wer für den Einkaufskorb mit den jeweils günstigsten erhältlichen Produkten*

Diskonter/Supermärkte

Juni 2011

März 2011

Juni 2010

Lidl

43,30

41,50

41,23

Hofer

46,20

44,13

41,42

Penny

48,42

43,91

42,87

Billa

51,35

46,86

45,85

Zielpunkt

54,85

58,51

49,84

Interspar

55,32

51,74

47,60

Merkur

56,22

44,23

43,55

Spar

57,88

51,21

47,41

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