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Studie: 70 Prozent der Handelsunternehmen wünschen sich E-Commerce-Lehre


Kategorie: ecommerce, Handel, Studien
11.01.2017 von Manuel Stenger

Laut einer aktuellen Umfrage hat die E-Commerce-Lehre bereits eine deutlich höhere Attraktivität als die Einzelhandelskauflehre.

Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. © Günther Peroutka/Handelsverband
Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. © Günther Peroutka/Handelsverband

Sich verändernde Bedingungen im Handel bringen auch neue Anforderungen mit sich. Durch die Digitalisierung wird es auch für Lehrausbildende immer wichtiger, mit den neuen Technologien umzugehen und diese im Verkauf einzusetzen. Um die Vermittlung digitaler Kompetenzen zu stärken, fordert der Handelsverband ein Modul „Digitaler Verkauf“ in der Einzelhandelslehre. Zusätzlich ist eine eigenständige E-Commerce-Lehre nach deutschem Vorbild gewünscht.

Gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen MindTake Research hat man von November bis Dezember 2016 eine Studie durchgeführt, um die Nachfrage im Handel nach entsprechenden Angeboten zu untersuchen. Zusätzlich wurden Interviews mit Eltern und Jugendlichen geführt. Das Ergebnis zeigt, dass sich österreichische Handelsunternehmen über die Möglichkeit einer E-Commerce-Lehre freuen würden, wie Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes, erklärt: „Die Studie unterstreicht den Vorstoß von Bildungsministerin Hammerschmid und die positive Haltung des Wirtschaftsministeriums. Denn 70 Prozent der befragten Handelsunternehmen würden sich über das Angebot einer E-Commerce-Lehre freuen und einen E-Commerce-Lehrling einstellen. 30 Prozent der Befragten wären sogar bereit, diesen höher zu entlohnen.“

Erhöhte Attraktivität bei E-Commerce-Lehre
Prinzipiell erwarten 95 Prozent der befragten Unternehmen eine steigende Bedeutung von E-Commerce allgemein. Daraus würde sich auch die Überlegung von entsprechenden Lehrangeboten ergeben. Auch für Eltern und Jugendliche ist eine E-Commerce-Lehre attraktiver als eine Einzelhandelslehre, wie Petra Kacnik-Süß, Geschäftsführerin von MindTake, ausführt: „Mit Zulauf zum Angebot wäre zu rechnen, denn 67 Prozent der befragten Jugendlichen erachten die Ausbildung als sinnvoll sowie 80 Prozent der Eltern als notwendig, um am Puls der Zeit zu bleiben.“

Bei Eltern und Jugendlichen liegt die Attraktivität einer E-Commerce-Lehre bei 79 Prozent, bei der klassischen Einzelhandelskauflehre hingegen nur bei 39 Prozent. „Jugendliche und Eltern empfinden ein digitales Lehrangebot doppelt so attraktiv als die bestehende Einzelhandelskauflehre. Die E-Commerce Lehre hat das Potenzial, die steigende Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern mit digitalem Know-how zu befriedigen und gleichzeitig das Image des Handels zu verbessern. Lassen wir uns die Chance nicht entgehen. Nun gilt es im Berufsausbildungsbeirat eine rasche Umsetzung mit den Sozialpartnern sicherzustellen“, hofft Rainer Will auf zeitnahe Gespräche und Umsetzung.

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