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Rubrik: Handel, Interviews
CASH hat bei Karl-Erivan W. Haub, Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann, nachgefragt, was den Klimamarkt so besonders macht und wie er die Maßnahmen zu Klimaschutz beurteilt.
CASH: Im Dezember des letzten Jahres eröffnete der erste Tengelmann Klimamarkt in Mülheim an der Ruhr. Was ist das Besondere an diesem Markt?
Karl Erivan W. Haub: Wir haben mit dem ersten Tengelmann Klimamarkt erneut einen Leuchtturm im deutschen Lebensmitteleinzelhandel gesetzt, indem wir zeigen, dass man ein modernes Supermarktkonzept mit 50 Prozent weniger Energie und ganz ohne CO2-Emissionen betreiben kann.
In diesem Modellmarkt wurden erstmals verschiedenste Maßnahmen und Technologien – wie etwa Heizen mit Geothermie und Kühlanlagenabwärme oder Strom aus Fotovoltaik und Ökostrom – zur Energieeinsparung vereint und machen den Tengelmann Klimamarkt damit zum energiefreundlichsten Supermarkt in Deutschland.
Zahlt es sich in den derzeit finanziell schwierigen Zeiten überhaupt aus, in solche Technologien zu investieren?
Klimaschutz ist die Herausforderung unserer Zeit und zwar unabhängig von der Situation unserer Wirtschaft. Deshalb haben wir bereits vor zwei Jahren die Tengelmann Klimainitiative ins Leben gerufen. Seit nunmehr 40 Jahren forcieren wir in der gesamten Unternehmensgruppe unser Engagement im Umweltschutz und hierzu gehörte unter anderem auch das konsequente Auslisten umweltschädlicher Produkte. Durch den Einsatz modernster Technologien werden wir bis zu 50 Prozent Energie einsparen und somit auch – gerade in Zeiten hoher Energiepreise sehr interessant – Kosten reduzieren.
Haben Sie den Eindruck, dass den Verbrauchern und auch dem Mitbewerb die von Ihnen getätigten Maßnahmen im Markt zum Klimaschutz bewusst sind?
Ja, denn im gesamten Markt werden die Kunden mit Hilfe von Informationstafeln über die eingesetzten Energiesparmaßnahmen informiert. Im Eingangsbereich zum Beispiel haben wir ein Modell der Geothermieanlage aufgestellt, um zu verdeutlichen, wie diese Anlage im Klimamarkt arbeitet. Zudem finden die Besucher dort eine Informationssäule mit technischen Detailinformationen.
Mit diesem Pilotprojekt sammeln wir Erfahrungen, welche Maßnahmen sich sinnvoll auf andere Um- und Neubauten übertragen lassen. Denn letztlich müssen Ökologie und Ökonomie Hand in Hand gehen. Wir hoffen, das unser Tengelmann Klimamarkt auch andere Unternehmen anregt, sich intensiv mit dem Klimaschutz auseinanderzusetzen und ähnliche Projekte zu entwickeln.
Vielen Dank für das Interview!
Weitere Informationen zum Tengelmann Klimamarkt finden Sie hier.


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