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LGV-Frischgemüse

Trotz Umsatzrückgangs optimistisch in die neue Saison


Kategorie: Handel, Industrie
10.11.2017 von Willy Zwerger

Die Saison ist vorüber, die Umsätze gingen zwar leicht zurück, man ist jedoch mit der Bilanz zufrieden und hat für 2018 jede Menge vor.

LGV-Vorstand Florian Bell (Foto: LGV/Kurt Kracher)
LGV-Vorstand Florian Bell (Foto: LGV/Kurt Kracher)

Insgesamt war das Jahr 2017 eine echte Herausforderung für die Gärtnergenossenschaft. LGV-Vorstand Florian Bell erklärt: "Nach einem relativ kalten Winter lagen auch in den Monaten April bis Mai sowohl die Temperaturen als auch die Lichtverhältnisse unter dem langjährigen Durchschnitt, was zu einer geringeren Ernte führte. Während der restlichen Saison war der Absatz stabil, konnte aber nicht übermäßig gesteigert werden."

Unter diesen Voraussetzungen ernteten die LGV-Gärtner bis Ende Oktober rund 34.500 Tonnen Gemüse und erwirtschafteten einen Umsatz von etwas mehr als 60 Millionen Euro, was mengenmäßig einem Rückgang von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Wertmäßig ist der Rückgang sogar noch deutlicher, betrug der Umsatz im Jahr 2016 immerhin 65 Millionen Euro. Schuld daran, so Bell, sei das extrem niedrige Preisniveau europaweit.

Dennoch ist Bells Resummée positiv: "2017 war ein Transformationsjahr für die LGV. Es hat sich viel in der strategischen Ausrichtung und der Führung des Unternehmens getan.“ Unter dem Blickwinkel des großen Positionierungsprojekts „LGV 2016-2020“, das Mitte letzten Jahres ins Leben gerufen wurde, lag der Fokus laut Bell klar auf der Stärkung der Marke und der direkten Kommunikation zu den Endkonsumenten: „Einen ersten großen Schritt haben wir erfolgreich im Juni gesetzt, als wir das erste LGV-Gärtnergschäftl in Wien eröffnet haben."

Sehr zufrieden ist man unter anderem auch deswegen mit dem Gärtnergschäftl, weil es sich innerhalb kürzester Zeit zu einem stark frequentierten Ort der Begegnung entwickelte. Bell dazu: „Mehr denn je haben wir dort einen persönlichen Kontakt zu unseren Kunden. Damit können wir auch auf ihre Bedürfnisse eingehen und so für die Zukunft neue Produkte entwickeln.“ Dass das Konzept aufgeht zeigt die erfreuliche Umsatzentwicklung – "im ersten Halbjahr", so Bell, "wurde bereits ein Umsatz im sechsstelligen Bereich erwirtschaftet – und die Nominierung zum Staatspreis PR in der Kategorie 'Corporate' freut uns natürlich zusätzlich."

Im Frühjahr wird das Gärtnergschäftl mit dem LGV-Gärtnerkistl, das bereits vor einigen Jahren eingeführt wurde, operativ zusammengelegt. Kunden können weiterhin wie gewohnt frisches Gemüse online bestellen und erhalten die Lieferung österreichweit am nächsten Tag. Die Abwicklung der Bestellungen läuft über das Gärtnergschäftl, wobei das Sortiment um Produkte des täglichen Bedarfs wie Nudeln, Marmelade, Säfte oder Müsli sowie Frischeprodukte wie Käse oder Joghurt ergänzt werden.

Wachstum ist auch das deklarierte Ziel für die kommende Saison. Bell: „Wir wollen noch attraktiver für unsere Handelspartner und am PoS werden.“ Verantwortlich dafür zeichnet unter anderem der neue Vertriebsleiter Thomas Hudribusch, der von Alleinvorstand Bell ins Boot geholt wurde. Gemeinsam möchte man auch neue Mitgliederbetriebe ansprechen, „mit einer starken Marke und einem attraktiven Gesamtangebot“.

An Maßnahmen ist unter anderem ein Verpackungs-Relaunch geplant, wobei für die Konsumenten die Kernkompetenzen der LGV-Frischgemüse stärker herausgearbeitet werden sollen, nämlich die Regionalität der Produkte sowie die einzelnen Gärtnerinnen und Gärtner, die hinter den Produkten stehen.

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