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Ramas WarenhandelsgmbH

„Vielleicht waren die Kunden mit uns unzufrieden“


Kategorie: Handel, LH
17.02.2017 von Nataša Nikolić

Manuela Atanelov, Geschäftsführerin der Ramas WarenhandelsgmbH, sprach mit CASH über die Gründe für das Scheitern des "neuen Zielpunkts" und den Auslöser für das am 15. Februar eröffnete Sanierungsverfahren.

Zielpunkt verschwindet voraussichtlich zum zweiten Mal aus Österreichs Handelslandschaft. © CASH
Zielpunkt verschwindet voraussichtlich zum zweiten Mal aus Österreichs Handelslandschaft. © CASH

Auch das nächste Zielpunkt-Projekt ist (zumindest vorläufig) gescheitert. Die Ramas WarenhandelsgmbH vom Unternehmerpaar Ramas und Manuela Atanelov hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt.

Bei einem Telefongespräch gibt Manuela Atanelov einen kleinen Einblick in die Hintergründe: „Unser Investor ist plötzlich, vermutlich aus privaten Gründen, abgesprungen.“ Wer der Investor ist, wollte Atanelov nicht verraten. „Es bleibt ihm überlassen, ob er sich öffentlich dazu äußern will.“ Die Expansion ist gescheitert und man hätte „sehr wenig Zeit das Unternehmen noch zu retten“. Wenn sich innerhalb einer Woche kein neuer Investor findet, der mindestens 300.000 Euro anlegt, geht die Ramas WarenhandelsgmbH unter, erklärt die Geschäftsführerin resigniert. Mit dem Absprung des Investors gingen auch die Expansionspläne des „neuen“ Zielpunkts baden. Erst vor wenigen Tagen erklärte das Unternehmerpaar gegenüber dem Branchenmagazin Key Account, dass es im Sommer weitere Geschäfte eröffnen möchte. Nun hätte sich alles schlagartig und unerwartet geändert und es sei nicht mehr möglich, das Unternehmen fortzuführen. „Wir waren rechtlich gezwungen ein Sanierungsverfahren einzuleiten.“

Zur Geschäftsentwicklung des Zielpunkt-Markts in der Wallensteinstraße in Brigittenau räumt Atanelov ein, den genauen Grund für die schwache Kundenfrequenz nicht zu kennen. „Vielleicht waren die Kunden mit uns unzufrieden.“ Auf die Frage, ob das Warenangebot dabei eine Rolle gespielt haben könnte, antwortet sie, dass das sehr wahrscheinlich ist, auch wenn man das Angebot erst kürzlich umgestellt und an die österreichischen Kunden angepasst hätte. Möglicherweise sei es auch eine Standortfrage, mutmaßt Atanelov. Angesprochen auf die Zukunft der sieben Mitarbeiter, sagt Atanelov, sie seien alle von der Zwischenfirma Trendwerk und würden nicht im Stich gelassen werden. „Sie werden derzeit effektiv vermittelt.“

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