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Wachstum bei Paketdiensten auch 2017 hoch


Kategorie: Handel, Industrie
13.02.2018 von Martin Ross

Angeschoben von einer ungebremst wachsenden Nachfrage bei Online-Shopping erhöhte sich das Paketvolumen in Österreich im Jahr 2017 um nahezu fünfzehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

© Branchenradar.com
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Die aktuellen Daten einer Marktstudie von branchenradar.com zum Thema „KEP-Dienste in Österreich“ weisen ein ungebremstes Wachstum bei Paketdiensten in Österreich aus. Die Anzahl der von KEP-Diensten transportierten Pakete erhöhte sich auch im Jahr 2017 um 14,8 Prozent ggü. 2016 auf nunmehr 208,9 Mio. Stück. Angeschoben wurde der Markt einmal mehr vom B2C-Geschäft, wenngleich auch der B2B-Markt signifikante Wachstumsbeiträge lieferte. Im B2B-Segment erhöhte sich die Anzahl der transportierten Pakete um 4,7% ggü. 2016 auf 93,1 Millionen Stück.

Die Rolle der Retouren

Im Konsumentengeschäft (B2C+C2C) stieg das Paketvolumen im vergangenen Jahr hingegen um nahezu ein Viertel (+24,5 %) auf knapp 115,8 Millionen Stück. Etwa 10,1 Millionen Pakete (+1,0 %) davon waren reine Privatpakete (C2C), auf den B2C-Markt entfielen demnach 105,7 Mio. Pakete (+27,3 %). Das Schwungrad für den Anstieg des B2C-Marktes waren allerdings nicht alleine die vermehrten Bestellungen im Distanzhandel. Vielmehr wurde das Paketvolumen auch durch ein Mehr an Retouren-Paketen sowie von Teillieferungen der Distanzhändler befeuert. Retouren-Pakete fallen insbesondere bei der Bestellung von Bekleidung und Schuhen an, also nicht nur dem mit Abstand größten Marktsegment im Distanzhandel, sondern auch einem robust wachsenden. Teillieferungen erfolgen entweder auf Kundenwunsch, weil etwa ein ganz bestimmter Artikel einer Bestellung besonders rasch benötigt wird, oder aufgrund logistischer Notwendigkeiten beim Versender selbst.

Zunehmende Marktkonzentration bei KEP-Diensten

Mit der dynamischen Entwicklung des Marktes konnten zuletzt allerdings nicht alle Anbieter mithalten, wodurch es zu einer sich verstärkenden Marktkonzentration kam. Eine Bruchlinie verläuft nur noch zwischen den Geschäftsbereichen B2B und B2C. In beiden Teilmärkten hielten die beiden führenden Anbieter absatzseitig jedoch mehr als 70 % des Marktes. Im B2B-Segment führte DPD vor der Österreichischen Post, bei B2C lag die Post vor DHL Paket.

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