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Europäisches Verbraucherzentrum

Was tun gegen Online-Fallen?


Kategorie: ecommerce
14.11.2017 von Martin Ross

Europäische Konsumenten sind zunehmend aggressiver und irreführender Werbung im Internet ausgesetzt. Das Europäische Verbraucherzentrum gibt Tipps gegen unerwünschte Abos.

© EVZ
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Vorwiegend in sozialen Medien oder als Pop-up-Werbung tauchen – oft als gratis beworbene – Angebote auf. Sie sollen zu Impulskäufen verleiten, ohne dass Konsumenten viel darüber nachdenken, ob sie das Produkt tatsächlich brauchen oder wollen. Wenn der Konsument vor dem Kauf allerdings nicht explizit auf mögliche Kosten bzw. eine langfristige Bindung hingewiesen wurde, dann ist der Vertrag mitunter nichtig. Dann ist es wichtig, aktiv zu protestieren.

Besser ist es, nicht nur von vornherein Online-Fallen zu erkennen, sondern auch die eigenen Rechte als Konsument zu kennen; das ist der Schlüssel zu einer informierten und mündigen Kaufentscheidung. Dennoch zeigt eine Studie des ECC-Net*, dass viele europäische Konsumenten nicht wissen, wie sie sich gegen Abo-Fallen wehren können. Oft ist ihnen nicht klar, dass es ein Rücktrittsrecht gibt, sowie die Möglichkeit, ihren Kreditkartenanbieter um eine Rückbuchung des gezahlten Betrages (Charge-back) zu bitten.

5 Tipps gegen Abofallen

1) Bevor man persönliche Daten eingibt, ist es wichtig zu prüfen, ob man dadurch einem Kauf oder einem Abo zustimmt.

2) Bei der Bestellung einer Produktprobe muss klar sein, ob damit eine vertragliche Bindung einhergeht.

3) Für ein Produkt, das man nicht bestellt hat, muss man nicht zahlen und es auch nicht zurückschicken.

4) Der Händler hat Beweispflicht, d.h. er muss beweisen können, dass der Kunde dem Kauf zugestimmt hat.

5) Falls unzulässige Abbuchungen von Konto und/oder Kreditkarte erfolgt sind, sollte man umgehend die Bank informieren und um ein „Charge-back“, d.i. eine Rückbuchung ersuchen.

Mit einem Video versucht das Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) zusätzlich auf die Gefahren, in eine Online-Abo-Falle zu tappen, aufmerksam zu machen. Außerdem bietet das EVZ umfangreiche Hilfe unter europakonsument.at zu diesem Thema. Das Video ist unter https://www.youtube.com/watch?v=-oRYki_F__g zu finden.

Der Link zur ECC-Net-Studie

* Die erwähnte Studie enthält eine quantitative Umfrage, die in Schweden, Norwegen, Finnland, den Niederlanden, Belgien und Österreich durchgeführt wurde. Diese Länder sind innerhalb des ECC-Net am häufigsten von Abofallen betroffen.

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