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Wien: Wer nicht mitmacht, muss Platz machen


Kategorie: Handel
05.12.2017 von Martin Ross

Im extrem gesättigten Wiener Handel findet derzeit ein zunehmender Verdrängungswettbewerb statt – bei dem letztlich nur Unternehmen mit innovativen Ansätzen überleben werden.

Die Wiener City, wo Geschäftsflächen begehrt und daher teuer sind © Peter Smola / pixelio.de
Die Wiener City, wo Geschäftsflächen begehrt und daher teuer sind © Peter Smola / pixelio.de

Der Satz im Vorspann ist eine Aussage aus dem seit heute vorliegenden Retail-Marktbericht der Wiener Otto Immobilien Gruppe. Neue Lösungen wären etwa „Omnichannel“-Konzepte, die Online-Handel, Vertrieb und stationären Handel kombinieren, oder ein gelungener Shop-Relaunch mit einem Design auf der Höhe der Zeit und einer starken Serviceorientierung, die von Kunden heute mehr und mehr erwartet wird. „Künftig geht es für den stationären Handel immer mehr um das sprichwörtliche Einkaufserlebnis der Kunden mit allen Sinnen. Wer da nicht mitmacht, muss Platz machen“, so Retail-Teamleiter Sorin Scurtu.

Wien ist bei vielen internationalen Retailern nach wie vor ein begehrter Standort. Die leicht gestiegene Nachfrage konzentriert sich allerdings immer noch auf Top-A bzw. A-Lagen, während B- und C-Lagen weiter an Bedeutung verlieren. So ist das so genannte „Goldene H“, die City-Toplage zwischen Kärntner Straße, Stephansplatz, Rotenturmstraße, Graben, Kohlmarkt und Tuchlauben, nach wie vor erste Adresse. Hier haben in letzter Zeit internationale Händler mit neuen Konzepten zur Attraktivität des Standortes beigetragen. „Die Spitzenmieten liegen hier bei 400 Euro pro m² und Monat bis hin zu sogar 600 Euro pro m² und Monat, diese werden aber tendenziell nur für sehr kleine Flächen bezahlt“, so Scurtu. Die Rotenturmstraße gewinnt aufgrund des bestehenden Handelskonzeptes, der diversifizierten Gastronomie und wegen der sehr hohen Passantenfrequenz immer mehr an Bedeutung und Attraktivität. Hier werden aktuell bis zu 180 Euro pro m² und Monat bezahlt, mit steigender Tendenz.

Für den Einzelhandel auf der Mariahilfer Straße beobachtet man bei Otto Immobilien einen Wandel in Richtung Gastronomie sowie junger dynamischer Mode. Trotz kurzzeitiger Skepsis vor und während der Umgestaltung ist das Interesse an dieser hochfrequentierten Einkaufsstraße nach wie vor groß. „Die gute Passanten-Frequenz, das junge und dynamische Publikum und die im Vergleich zur City etwas moderateren Mietpreise zwischen 50 und 180 Euro pro m² und Monat tragen entscheidend dazu bei“, sagt Scurtu.

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