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Bernhard Voit, Business Unit Manager Schwarzkopf & Henkel Österreich: „Das Wachstum im Deo-Markt dürfte, bedingt durch den Launch neuer Marken und innovativer Sorten, dieses Jahr etwas stärker ausfallen als 2009.“
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Rainer Storz, Merz Consumer Care Austria: „Wir beobachten ein Überschwappen des Trends von der selektiven Kosmetik in den Mass-Market: Männer entwickeln zunehmend ein höheres Pflegebewusstsein und verlangen auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Konzepte.“
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Harald Bauer, dm: „Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass sich die sehr positive Entwicklung dieses Jahr nicht in ähnlicher Form fortsetzt.
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Rubrik: Industrie, Marktreports
Starke Brands und der kontinuierliche Launch neuer Varianten bei Duschgels, Badezusätzen und Deos bescherten Händlern wie Herstellern im Vorjahr zufriedenstellende Umsätze. Vieles deutet darauf hin, dass die äußerst positive Entwicklung dieses Jahr ihre Fortsetzung findet.
Die Umsätze im Lebensmittel- und Drogeriefachhandel mit Duschgels, Schaumbädern und Deos erhöhten sich 2009 um rund sechs Prozent und erreichten in Summe einen Wert von 113,7 Millionen Euro (s. Tabelle). Entsprechend positiv das Echo der Händler. Corinna Tinkler, Pressesprecherin und Leiterin der Unternehmenskommunikation der Rewe International AG, ist mit dem Absatz von Körperpflegeprodukten, insbesondere jenen der Eigenmarke My, „sehr zufrieden“. Unter dem Attribut „erfreulich“ subsumiert Harald Bauer, in der dm Geschäftsleitung verantwortlich für das Ressort Marketing und Einkauf, das Marktgeschehen. „dm konnte im auflaufenden Geschäftsjahr in allen Segmenten deutlich über dem Markt und über DFH zulegen“, zeigt sich Bauer erfreut. Den Grundstein für diese dynamische Entwicklung bildeten seinen Angaben zufolge die hauseigene Qualitätsmarke Balea sowie die Naturkosmetikmarke Alverde. „Zusätzlich konnten sich im Schaumbadbereich Produkte von Das Gesunde Plus sehr schön etablieren“, so Bauer. Einer der am stärksten wachsenden Bereiche ist – angefacht durch den Vorstoß von L’Oréal – aus seiner Sicht derzeit allerdings das Deo-Segment.
Deos: innovationsgetrieben
Letzteres wuchs 2009 um 6,2 Prozent auf knapp 45 Millionen Euro. Mit plus 9,3 Prozent fiel das Wachstum im auflaufenden Jahr 2010 (Jänner – Februar) sogar noch kräftiger aus. Damit hat L’Oréal zumindest ein deklariertes Ziel – nämlich in jedem Fall einen Beitrag zum Kategoriewachstum zu leisten – auf alle Fälle bereits erreicht. Ein hehres Ansinnen zweifellos, wenngleich auch nicht das Einzige, denn hinter dem Launch der Deodorants für Frauen unter der Marke Garnier sowie dem der Männer-Deos unter der Subbrand Men Expert stecken natürlich auch handfeste wirtschaftliche Überlegungen. „Wir hoffen, mit dem Einstieg in den Deo-Markt unsere Consumer Base erweitern und damit mehr Leute für Garnier begeistern zu können“, erläutert Rainer Widmar, Verkaufsdirektor L’Oréal Consumer Products Division. Ungleich größeres Potenzial ortet Widmar bei den Herren der Schöpfung. „Erst rund 55 Prozent aller Männer in Österreich verwenden derzeit täglich bis jeden zweiten Tag ein Deo. Das Marktpotenzial ist also noch entsprechend groß und es geht nicht in erster Linie um Verdrängung“, so Widmar. Die ersten Abverkaufszahlen sind aus seiner Sicht sehr vielversprechend, bei Garnier seinen Worten zufolge sogar überwältigend. „In den Kanälen, in denen wir Marktanteile haben, bewegen sich diese wertmäßig nachhaltig auf einem Niveau von um die zehn Prozent“, verrät Widmar. Im Herrendeo-Segment, für das Widmar derzeit allerdings noch keine Zahlen vorliegen, peilt L’Oréal kurz- bis mittelfristig fünf bis sieben Prozent wertmäßigen Marktanteil an.
Nivea von Beiersdorf bewegt sich indes langsam, aber konsequent auf die 30-Prozent-Marke zu. Die Nummer-1-Marke unter den Deos wuchs 2009 erneut stärker als der Markt und hält nun bei einen wertmäßigen Marktanteil von 28,5 Prozent. Durchwegs zufrieden mit der Marktentwicklung im Bereich Deos sind aber auch die weiteren Mitbewerber. Unilever meldet Zuwächse bei allen Deo-Marken. Bei Johnson & Johnson entwickeln sich Plattformen wie Feel Good Feel Fresh oder Dusch au Lait trotz Straffung des bebe Young Care Sortiments laut Marketing Managerin Manuela Rieger „sehr erfreulich und sollen heuer weiter ausgebaut werden“. Bernhard Voit, Business Unit Manager Schwarzkopf und Henkel Österreich, rechnet angesichts des Launches neuer Marken und innovativer Sorten damit, dass das Wachstum im Deo-Markt dieses Jahr etwas stärker ausfällt als 2009.
Duschgels: dynamisch
Stärker noch als das Deo-Segment wuchs im vergangenen Jahr der Markt für Duschbäder und -gels. Die Verkäufe erhöhten sich im Vorjahr um 6,8 Prozent auf 55,2 Millionen Euro. Knapp jeder fünfte Euro wanderte dabei für ein Produkt der Marke Nivea über den Ladentisch. Mit einem wertmäßigen Marktanteil von 19,3 Prozent ist Letztere denn auch der klare Marktführer innerhalb der Kategorie. Vermehrt nachgefragt sind Produkte auf natürlicher Basis und solche mit besonders pflegenden Inhaltstoffen. Weiterhin ansteigend ist laut Henkel Manager Bernhard Voit jedoch auch die Nachfrage nach luxeriösen Inhaltsstoffen. Henkel selbst hat diesem Trend zu Jahresbeginn mit dem Launch der Körperpflege-Serie Fa Gelée Royale Rechnung getragen.
Schaumbäder: Wieder im Plus
Starke Brands, der kontinuierliche Launch neuer Varianten sowie klare Preisaktivitäten der Top-Player ließen im Vorjahr aber auch den Schaumbad-Markt wieder stärker wachsen. Der Umsatz innerhalb der Kategorie erhöhte sich – nach einem Rückgang 2008 – im vergangenen Jahr mit plus 1,8 Prozent auf einen Wert von 13,6 Millionen Euro. In der ersten Jahresperiode 2010 (Jänner – Februar) erreichte der Markt sogar ein Plus von 5,4 Prozent. Und während erster Verfolger Kneipp verstärkt auf die Liebe der Konsumenten nach Abwechslung setzte und bei den Verbrauchern zuletzt vor allem mit seinen Wohlfühlbädern im Sachet-Format zu punkten verstand, stellt Marktführer Merz Consumer Care Austria mit seiner Marke tetesept primär auf den Gesundheitsaspekt seiner Anwendungen ab. „Damit werden wir wie in den vergangenen Jahren auch weiterhin vom dynamischen Marktwachstum profitieren“, ist Merz Marketing-Leiter Rainer Storz zuversichtlich.
Duschen – Baden – Deos
Markttelegramm
Der Duschbad-Markt wuchs im vergangenen Jahr um 6,8 Prozent auf 55,2 Millionen Euro. Größte Kategorie innerhalb der Warengruppe ist das Segment Classic/Traditionell (Anteil 2009: 72,8 %), gefolgt von Hair&Body (14,1 %) sowie 2in1 (7,2 %). Verstärkt nachgefragt werden Produkte auf natürlicher Basis und mit besonders verwöhnenden und mitunter durchaus luxeriösen Inhaltsstoffen.
Der Deo-Markt entwickelte sich 2009 mit plus 6,2 Prozent erneut positiv und erreichte einen Wert von 44,9 Millionen Euro. Im Deo-Markt dominieren nach wie vor Aerosole (41,2 %), gefolgt von Roll-On’s (26,9 %), Pumpsprays (22,7 %) und Sticks (8,5 %). Großes Potenzial birgt nach wie vor der For-Men-Bereich. Erst rund 55 Prozent der Österreicher verwenden bislang täglich bis jeden zweiten Tag ein Deo.
Der Schaumbad-Markt entwickelte sich – nach einem Rückgang 2008 – im vergangenen Jahr mit plus 1,8 Prozent wieder positiv und erreichte einen Wert von 13,6 Millionen Euro. Die Konsumenten suchen vermehrt nach Abwechslung – kleinere Packungseinheiten (Sachets), liegen deshalb im Trend.
Quelle: Handel, Industrie

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