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13.000 Freiwillige zählen Schmetterlinge


Kategorie: Handel
15.03.2019 von Karl Stiefel

Global 2000 feierte den Tag des Schmetterlings mit einem Sichtungs-Programm.

Meist gesichteter Schmetterling 2018: Kaisermantel © Blühendes Österreich
Meist gesichteter Schmetterling 2018: Kaisermantel © Blühendes Österreich

Nicht weniger als die größte Schmetterlingszählung Österreichs hat Global 2000, eine gemeinnützige Privatstiftung von Rewe International, in den vergangenen drei Jahren mittels App durchgeführt. 13.000 Freiwillige haben über diesen Zeitraum 120.000 Sichtungen dokumentiert, zum Tag des Schmetterlings (14.3.) wurden nun die Ergebnisse für veröffentlicht.

Die am häufigsten beobachteten Schmetterlinge sind der Kaisermantel (5.246 Meldungen), gefolgt von Tagpfauenauge (4.470) und Großes Ochsenauge (4.176). Artenreichstes Bundesland war mit 205 Arten Niederösterreich, wo 29.047 Beobachtungen gemeldet wurden.

Der wissenschaftliche Betreuer der App und Schmetterlingsexperte Dr. Helmut Höttinger sagt: "Das Insektensterben ist in aller Munde und auch in Österreich Fakt. Die Benutzer der App leisten einen bedeutenden Beitrag, mehr Wissen über die Verbreitung und Häufigkeit von Schmetterlingen zusammenzutragen. Dies ist als Grundlage zur Eruierung der Gefährdung einzelner Arten und für Schutzmaßnahmen unerlässlich. Zudem sind dadurch auch die Effekte des Klimawandels besser abschätzbar."

Leonore Gewessler, Geschäftsführerin von GLOBAL 2000, erklärt, warum das Projekt wichtig ist: "Heute gibt es um bis zu achtzig Prozent weniger Insekten als noch vor 30 Jahren. Auch das stille Sterben der bezaubernden Schmetterlinge schreitet voran. Es ist höchste Zeit, an den Ursachen des Schmetterlingssterbens anzusetzen. Zwei Drittel der wichtigsten landwirtschaftlich genutzten Pflanzenarten werden durch Insekten bestäubt. Die Bedeutung der Insekten für die Versorgungssicherheit der Menschen ist somit unbestritten. Daher gilt es auch in Österreich ihren Lebensraum vor Zerstörung, Verbauung und Umweltgiften zu schützen."

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