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2017 war Rekordjahr für Kotányi


Kategorie: Industrie
13.04.2018 von Martin Ross

Mit einem im Jahr 2017 erwirtschafteten Umsatzplus von 4,6 Prozent auf 157 Millionen Euro ist Kotányi als eines der traditions- und erfolgreichsten Familienunternehmen Österreichs weiterhin auf Wachstumskurs.

Erwin Kotányi, Geschäftsführer Kotányi © Kotányi GmbH
Erwin Kotányi, Geschäftsführer Kotányi © Kotányi GmbH

Der Exportanteil des Weinviertler Gewürzproduzenten von 71 Prozent wird vor allem durch Russland, Tschechien und Rumänien vorangetrieben. Vier Millionen Euro will Geschäftsführer und Eigentümer Erwin Kotányi 2018 in die Produktion am Weinviertler Standort Wolkersdorf investieren. Für die heimischen Konsumenten arbeitet man an einer „Veggy“-Produktlinie.

Alteingesessen in Österreich, zählt Kotányi auch in Zentral- und Osteuropa zu den führenden Gewürzmarken. „Während wir im vergangenen Jahr am gesättigten Heimmarkt immerhin zwei Prozent gewachsen sind, haben wir in Russland ein sensationelles Plus von 16 Prozent geschafft“, bilanziert Erwin Kotányi, der das Traditionsunternehmen in vierter Generation leitet. „Auch der Zukunftsmarkt China hat sich mit einer 13-prozentigen Steigerung sehr positiv entwickelt, hervorzuheben ist vor allem die Listung bei Walmart.“ Für 2018 sehen die Expansionspläne Kasachstan und Weißrussland vor. Auch in Brasilien und Südkorea gibt es Potenzial, hier vor allem beim Geschäftsbereich der Gewürzmühle, einer bereits in rund 20 Märkten erfolgreich etablierten Innovation aus dem Hause Kotányi.

Sorge um Russland

Russland betreffend, äußert Erwin Kotányi allerdings Sorgen, die vor allem den Rubel betreffen. Dieser wird nämlich wegen der USA-Sanktionen immer schwächer, was das Russland-Geschäft Kotányis direkt beeinflusst: „Wenn die Währung so runtergeht, das hat für uns natürlich schon massive Auswirkungen“, sagte Kotányi in einem APA-Interview, das heute die Runde machte. Man schaue sich das jetzt an – ist es eine Panikreaktion, bzw. wie stark wirkt sich das wirtschaftlich aus. Gerade am osteuropäischen Markt könne man die Preise nicht so einfach erhöhen, weil die Markenkäufer sich dann abwendeten und stattdessen Billigprodukte kauften.

Wachstumspotenzial gesunde Ernährung

Insgesamt aber liege man bei der Bedürfnisbefriedigung im Trend: „Wenn es ums Würzen geht, ist der österreichische Konsument sehr qualitätsbewusst und liebt eine große Auswahl. Natürliche Produkte, die eine gesunde Ernährung unterstützen, liegen auch hier im Trend“, fasst Erwin Kotányi die aktuellen Kundenbedürfnisse zusammen. Nach der bereits im Jahr 2015 erfolgten Umstellung aller Gewürzmischungen auf 100 Prozent natürliche Zutaten wird Kotányi heuer erstmals eine „Veggy“-Linie speziell für die vegetarische Küche auf den Markt bringen. Darüber hinaus soll die Erweiterung der „Secrets of …“-Serie noch mehr Abwechslung ins Gewürzregal bringen. Mit diesen und anderen Innovationen strebt man 2018 eine etwa dreiprozentige Umsatzsteigerung an.

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