CASH - Home

ARA Jahrespressekonferenz

25 Jahre Recycling-Erfolgsstory


Kategorie: Industrie
13.06.2018 von Manuel Stenger

Bereits seit einem Viertel Jahrhundert arbeitet die ARA für eine ordentliche und effiziente Mülltrennung in Österreich. Während die Sammelleistung erhöht wurde, konnten die Stückkosten gesenkt werden.

V.l.n.r.: ARA Vorstand Werner Knausz, ARA Aufsichtsratsvorsitzender Alfred Berger und ARA Vorstand Christoph Scharff © ARA/APA-Fotoservice/Buchacher
V.l.n.r.: ARA Vorstand Werner Knausz, ARA Aufsichtsratsvorsitzender Alfred Berger und ARA Vorstand Christoph Scharff © ARA/APA-Fotoservice/Buchacher

2018 feierte die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) ihr 25-Jahr-Jubiläum. Zur Jahrespressekonferenz im Wiener Cafe Landtmann konnten die ARA Vorstände Werner Knausz und Christoph Scharff sowie ARA Aufsichtsratsvorsitzender Alfred Berger erfreuliche Zahlen präsentieren. „Es sind 25 Jahre, auf die wir stolz sein können“, so Berger. „Mit Sicherheit kann man sagen, dass es ohne ARA keine Kreislaufwirtschaft und diesbezüglich einen gesunden Wettbewerb in Österreich geben würde.“ In Österreich gibt es eine hohe Recyclingquote, die mitunter durch eine verstärkte Werbung der ARA erreicht wurde. Für die Zukunft sieht Berger die ARA demnach gut aufgestellt.

Scharff präsentierte im Anschluss Zahlen zur gegenwärtigen Situation. 1,07 Million Tonnen an Verpackungen und Altpapier wurden 2017 von der ARA gesammelt, eine Steigerung von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei der Pro-Kopf-Menge liegt Vorarlberg mit 147,6 Kilogramm vorne, gefolgt vom Burgenland (137,6 kg) und der Steiermark (132,7 kg). Warum ist die Sammelquote in Österreich so hoch? Das System ist bequem: kurze Wege zu den Containern erleichtern die Trennung. Derzeit stehen den Österreichern 1,82 Millionen Sammelbehälter zur Verfügung. Damit ist man im Spitzenfeld der Europäischen Union. Der zweite Punkt ist Vertrauen: 97 Prozent der Österreicher bewerten Mülltrennung mit „sehr gut“ oder „gut“. Laut Knausz gibt es seit 25 Jahren laufend steigende Recyclingmengen. Die ARA hat in den vergangenen Jahren eine Reihe an Tochterunternehmen gegründet, beispielsweise für die Entsorgung bei Events. Weiters wurden Initiativen wie „ARA for Kids“ geschaffen, die Volksschul- und Kindergartenkinder mit der richtigen Abfallentsorgung vertraut macht. Knausz betont, dass die Sammelleistung der ARA aus Haushalt, Gewerbe und Industrie in Österreich in den vergangenen 25 Jahren um 35 Prozent erhöht, die Stückkosten dafür um 56 Prozent gesenkt wurden. Mit Kunden soll daher weiter daran gearbeitet werden, Verpackungen noch recyclingfähiger zu machen.

Viele EU-Vorgaben schon jetzt erreicht
Auch wenn man bei der ARA gut arbeitet, haben die Ziele der EU die Anforderungen noch einmal ein Stück in die Höhe geschraubt. Österreich hat bereits jetzt vorbildliche Arbeit geleistet, wie Scharff betont: „Wir haben alle Ziele für das Jahr 2025 bereits außer einer Ausnahme erreicht und diese ist Kunststoff.“ Das Ziel bei Kunststoff ist eine 50-prozentige Verwertungsquote. Scharff wies darauf hin, dass dies mit den bisherigen Möglichkeiten nicht geschafft werden kann. Was es nach Scharff braucht, sind etwa neue Sortiertechniken, bessere Verwertungsmöglichkeiten sowie neue Verpackungen. „Dieses Ziel ist eine gewaltige Aufgabe für alle europäischen Staaten“, so Scharff. Denn die Kreislaufwirtschaft geht weit über die Schnelldreher hinaus, so müssen auch Teile im Fahrzeug- und Baubereich recycelt werden. Um neue Ideen zu sammeln, wurde der ARA Innovation Space geschaffen, ein Hotspot für Ideen, Projekte und neue Impulse für die Kreislaufwirtschaft.

Kommentar hinzufügen
Felder, die mit einem Stern (*) markiert sind, müssen ausgefüllt werden!

Weitere Artikel