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RegioData Research GmbH

25 Prozent Umsatzsteigerung im LEH


Kategorie: Handel, LH, Studien
26.06.2018 von Martin Ross

Eine aktuelle Untersuchung von RegioData konstatiert für den LEH eine positive Entwicklung. In den letzten neun Jahren ist der Umsatz um ganze 25 % gestiegen.

© Regiodata
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Diese Entwicklung der Lebensmittelshandelsbranche ist vor allem dem gesteigerten Qualitätsbewusstsein der Konsumenten zu verdanken und dem vergrößerten Erlebnisfaktor beim Diskonter, die nun nicht mehr im „Billig-Eck“ stehen. Während die Verkaufsflächen im Lebensmittelhandel aufgewertet werden – cash.at berichtet ja immer wieder von Filialeröffnungen und -vergrößerungen –, kommt der Online-Handel im Vergleich nur sehr schleppend voran, 2 % Umsatzanteil ist sehr wenig.

Die insgesamt gute Stimmung auf dem Arbeitsmarkt erzeugt eine hohe Konsumdynamik. Der Lebensmitteleinzelhandel erzielte im Beobachtungsjahr 2017 einen Umsatz von 21,3 Milliarden Euro brutto, was einer Steigerung von 3,3 % zum Vorjahr entspricht. Der Gesamtmarkt steigt ungebrochen und zwar seit Jahren deutlich höher als die Inflationsrate. Dies verdankt er den Bevölkerungszuwächsen sowie den jährlich steigenden Ausgaben für Lebensmittel und lebensmittel-nahe Produkte: Die jährlich steigenden Konsumausgaben für Lebensmittel pro Kopf und Jahr betragen mittlerweile bereits durchschnittlich 3.079 Euro, das sind knapp mehr als 250 Euro im Monat. Die Konsumenten werden qualitätsbewusster und kaufen dementsprechend ein, Stichwort „Bio“.

Rewe hält mit Billa, Merkur u.a. den größten Marktanteil

Österreichs Lebensmittelhandel weist eine starke Konzentration auf. Die drei größten Unternehmen teilen sich den Markt: Rewe Austria hält 33 %, Spar-Gruppe 31 % und Hofer 19 % Marktanteil am gesamten Lebensmitteleinzelhandel. Bei Betrachtung der Performance in Hinblick auf Umsatz, Marktanteil und Flächenproduktivität liegt die Spar-Gruppe 2017 voran. Im Diskontbereich konnte Lidl mit einer Umsatzsteigerung von 8,6 % und einem Flächenwachstum von 4,5 % am besten reüssieren. Nischenanbieter (Bio- und Reformläden, türkische Anbieter) konnten ihren Markt nicht nennenswert ausbauen.

Stark verbessertes Image der Diskonter

Wenige Artikel, vorwiegend Eigenmarken, Paletten, lagerhallenartige Gebäude am Stadtrand – das gibt es schon lange nicht mehr. Moderne Diskonter haben mit diesem ursprünglichen Konzept nichts mehr gemein. Sie besitzen duftende Backshops, eine angenehme Architektur, Beleuchtungskonzepte, Luxussortimente und sehen sich in derzeit aktuellen Bereichen wie „Bio“ oder „Regionalität“ sogar als Vorreiter. Die Grenze zwischen Supermarkt und Diskonter gibt es de facto nicht mehr, stellt RegioData fest.

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