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Praktiker/Max Bahr

Auch Hoffnungsträger in der Pleite


Kategorie: Handel, Sonstiger Handel
30.07.2013 von Frank Placke

Noch kürzlich wurde die deutsche Baumarktkette Max Bahr als Hoffnungsschimmer für die insolvente und zur selben Unternehmensgruppe zählende Schwesterfirma Praktiker gesehen. Nun ist auch Max Bahr pleite.

Max Bahr folgte Praktiker in die Insolvenz. ©Max Bahr
Max Bahr folgte Praktiker in die Insolvenz. ©Max Bahr

Im deutschen Baumarkt-Geschäft droht ein Job-Kahlschlag. Rund zwei Wochen nach der Baumarktkette Praktiker musste nun auch die zur selben Unternehmensgruppe zählende Tochtergesellschaft Max Bahr in Hamburg Insolvenzanträge einbringen. Ursache sei der Rückzug eines Warenkreditversicherers, wodurch die Versorgung der Max-Bahr-Märkte nicht mehr gesichert und eine positive Prognose für die Fortführung des Unternehmens nicht mehr möglich sei. Die 132 Baumärkte haben vorerst jedoch weiter geöffnet. Max Bahr ist höherwertiger angesiedelt als Praktiker und soll eigentlich zur Hauptvertriebslinie der Gruppe ausgebaut werden. Nun rechnen Arbeitnehmervertreter mit dem Aus für mindestens 4.000 Jobs allein in den beiden Baumarkt-Linien. Massive Jobverluste drohen zudem in der Zentrale der Praktiker AG. Man hofft aber weiterhin, dass von rund 280 Praktiker- und Max-Bahr-Märkten etwa 180 eine Chance auf Fortführung (unter Max Bahr, Anm.d.Red.) haben. Insgesamt sind nach Konzernangaben in Deutschland 12.000 Menschen beschäftigt, davon 6.775 bei Max Bahr.

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