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Auf der Suche nach der digitalen Kompetenz


Kategorie: ecommerce
18.07.2017 von Martin Ross

Laut einer Studie von Brainloop und Board Search unter österreichischen Führungskräften sehen 56 Prozent aller Befragten Cyber Security als wichtige Herausforderung für die heimische Wirtschaft.

Mag. Helmut Pöllinger, Geschäftsführer Brainloop Austria, plädiert für digitale Kompetenz als strategische Managementaufgabe – auch in Sicherheitsfragen © Brainloop
Mag. Helmut Pöllinger, Geschäftsführer Brainloop Austria, plädiert für digitale Kompetenz als strategische Managementaufgabe – auch in Sicherheitsfragen © Brainloop

Aus der Sicht von Österreichs Top-Managern, Aufsichtsräten, Beiräten, Stiftungsvorständen und Kuratoriumsmitgliedern herrscht im Bereich digitale Kompetenz in heimischen Unternehmen noch eine Menge Aufholbedarf. Ein Viertel der im Rahmen der Studie „IT-Security und digitale Kompetenz an der Unternehmensspitze“ von Brainloop und Board Search Befragten würde Österreichs Betrieben im Fach „Digitale Kompetenz“ gerade einmal 30 bis 39 von 100 Punkten geben.

Digitalisierung als Chance

Nur 1 Prozent der rund 200 Befragten der Studie, die von TQS Research & Consulting im Frühjahr 2017 durchgeführt wurde, ist der Ansicht, dass man heimischen Unternehmen in Sachen digitale Kompetenz Bestnoten verleihen müsste. Parallel dazu meinen 98 Prozent der Befragten, dass die digitale Kompetenz in der Führungsetage unerlässlich für den Unternehmenserfolg sei. Auf die Frage, ob sie die fortschreitende Digitalisierung als Chance oder Bedrohung sehen, antworten nur 4 Prozent der Befragten mit „Bedrohung“: 86 Prozent erachten die Digitalisierung hingegen als Chance, 11 Prozent sind in dieser Frage unentschlossen.

Sehr kritisch übrigens sind Top-Manager und Aufsichtsräte hinsichtlich der digitalen Kompetenz unter ihresgleichen: Sie glauben, dass die digitale Kompetenz bei Aufsichtsräten in der heimischen Wirtschaft tendenziell sehr gering (25 Prozent) bzw. gering (51 Prozent) ausgeprägt ist. Deutlich mehr mit der Digitalisierung können aus Sicht der Befragten Unternehmenseigentümer (25 Prozent hohe/sehr hohe Kompetenz), Top-Management (54 Prozent hohe/sehr hohe Kompetenz) bzw. Marketing und Vertrieb (67 Prozent hohe/sehr hohe Kompetenz) anfangen.

Erhöhte Wachsamkeit gegenüber Cyber-Attacken

46 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen über ein systematisches und strategisches Sicherheitsmanagement im IT-Bereich verfügt. 31 Prozent der Befragten sehen ihr Unternehmen in Sachen Cyber Security und dem Schutz vor Cyber-Attacken zumindest teilweise gut aufgestellt. Der Aufholbedarf bei organisatorischen Maßnahmen zur Datensicherheit ist laut den Einschätzungen der befragten Top-Manager und Aufsichtsräte zufolge enorm: Lediglich 30 Prozent der heimischen Unternehmen haben aktuell sinnvolle Vorkehrungen zum Schutz ihrer Daten getroffen. In diesem Zusammenhang war auch die EU-Datenschutz-Grundverordnung Thema der Fragen: 80 Prozent der befragten Top-Manager und Aufsichtsräte haben aktuell vor, sich intensiv mit der ab dem 25. Mai 2018 gültigen EU Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) auseinander zu setzen. Noch sind 59 Prozent der Befragten mit den Details der DSGVO allerdings wenig bis gar nicht vertraut. Mutig erscheint, dass 18 Prozent der Top-Manager und Aufsichtsräte dem Thema DSGVO selbst elf Monate vor Inkrafttreten weder Zeit, noch Energie widmen wollen.

Digitale Kompetenz – eine strategische Managementaufgabe

Mag. Helmut Pöllinger, Geschäftsführer von Brainloop Austria, gab die Studie in Auftrag: „Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen sehr schön, dass digitale Kompetenz nicht an die IT-Abteilung delegiert werden kann. Vielmehr ist Digitalisierung eine strategische Managementaufgabe. Dazu gehört auch die Cyber-Sicherheit in allen ihren Dimensionen. Digitale Transformation ohne Sicherheit greift zu kurz.“

Dr. Josef Fritz, geschäftsführender Gesellschafter Board Search, ist am Zustandekommen der Studie „IT-Security und digitale Kompetenz an der Unternehmensspitze“ maßgeblich beteiligt: „Die Digitalisierung ist eine riesige Chance für Allianzen, Kooperationen, Neugründungen und Fusionen. Die Digitalisierung ist die Zukunft, und Unternehmen müssen sich mit der Zukunft beschäftigen, um überhaupt eine Zukunft zu haben. Die Studie zeigt ganz klar auf, dass auch Top-Management und Aufsichtsräte in hohem Maße gefordert sind, sich digitale Kompetenzen anzueignen.“

Zur Studie

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