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Rewe International

Auf hohem Niveau erfolgreich


Kategorie: Handel, LH, DFH, ecommerce
11.04.2018 von Michaela Schellner

Das Geschäftsjahr 2017 ist für die Rewe International in Österreich zufriedenstellend verlaufen. Der Gesamtbruttoumsatz konnte hierzulande um 1,69 Prozent auf 8,53 Mrd. Euro gesteigert werden; der Lebensmittelhandel legte um 2,01 Prozent zu.

Die Bereichsvorstände der Rewe International AG, Christoph Matschke und Marcel Haraszti, blicken auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück.<br>© REWE International AG/Robert Harson
Die Bereichsvorstände der Rewe International AG, Christoph Matschke und Marcel Haraszti, blicken auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück.
© REWE International AG/Robert Harson

"Wir arbeiten intensiv daran, das Unternehmen in allen Bereichen und Vertriebsformaten für die Zukunft fit aufzustellen. Dazu investieren wir vor allem in die Top-Qualität unserer Standorte, Dienstleistungen und Sortimente, 2017 waren das in Österreich gesamt rund 280 Millionen Euro", erklärte Marcel Haraszti, Bereichsvorstand Vollsortiment Österreich.

Billa wächst am stärksten; Bipa verliert erwartungsgemäß
Die umfassenden organisatorischen und strukturellen Maßnahmen bremsten die Umsatzdynamik im vergangenen Geschäftsjahr zwar, allerdings wächst die mit 34,3 Prozent Marktanteil (lt. Nielsen Umsatzbarometer) Nummer eins im Lebensmittelhandel bereits seit Jahren auf hohem Niveau. Stärkstes Handelsunternehmen war erneut Billa mit einem Plus von 2,61 Prozent und 31 neuen Filialen (gesamt 1.069), gefolgt von Merkur mit plus 1,38 Prozent und elf neuen Märkten (darunter 4 Märkte im Kompaktformat) und der Adeg mit plus 2,17 Prozent (400 Standorte). Letztgenannte reüssierte sowohl im Einzel- als auch im Großhandel. Sorgenkind im Unternehmen ist nach wie vor der Drogeriefachhändler Bipa mit einem Umsatzrückgang von 3,91 Prozent auf 720 Millionen Euro. Hier wurde das Filialnetz auf rund 600 Standorte optimiert. Die eingeleiteten Strukturierungsmaßnahmen würden zudem bereits positive Wirkung zeigen, betont Haraszti auf Nachfrage.

Restrukturierung des Einkaufs und Regionalität im Fokus
Ganz generell wurde das Thema Kundenzufriedenheit für alle Handelsfirmen noch einmal neu definiert und alle Investitionen, Programme und Maßnahmen darauf ausgerichtet. Interne Projekte diesbezüglich sind etwa die großangelegte Neuorganisation des Einkaufs sowie de verstärkte Regionalisierung der Nahversorgung und der Sortimente. Zu diesem Zweck wurde im Einkauf eine eigene Regionalitätsabteilung installiert. 2017 konnte das Angebot des Billa Regional Regals und des Merkur Bauernmarkts auf insgesamt 7.600 regionale bzw. lokale Spezialitäten von rund 700 Lieferanten ausgeweitet werden. Im Frischebereich ist die Zahl der landwirtschaftlichen Lieferanten auf rund 765 angewachsen. Außerdem stieg der Umsatz der regionalen Eigenmarke "Da komm ich her" (250 Produkte) von 132 Millionen Euro auf über 144 Millionen Euro an. Des Weiteren ist es gelungen, sich die Markenrechte von "Tonis Freilandeier" zu sichern, um diese ab 1. Mai als Eigenmarke weiterführen zu können.

Online-Handel ist Wachstumssegment
Erfreuliche Zuwächse gab es im Vorjahr auch im Wachstumssegment Online-LEH zu vermelden, wo die Rewe International flächendeckend an jede österreichische Postleitzahl liefert. Billa konnte seinen Online-Umsatz um 40 Prozent steigern und hat das erste Fulfillment Center Österreich eröffnet, um den steigenden Bedarf in Wien und Umgebung bestmöglich zu decken. Außerdem gibt es mittlerweile über 50 Click & Collect-Filialen sowie die erste Drive In-Filiale im österreichischen LEH. Und auch Merkur legte online zu, hier beläuft sich das Wachstum auf 246 Prozent.

Investitionen in die Mitarbeiter
Um die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern erfolgte auch eine Qualitätsoffensive im Mitarbeiterbereich mit rund 30.000 Schulungstagen und im Recruiting mittels Active Sourcing auf Plattformen wie Xing oder LinkedIn sowie einem Empfehlungssystem, bei dem Mitarbeiter ihnen bekannte Bewerber vorschlagen und empfehlen können. In Summe beschäftigte die Rewe International 2017 rund 42.846 und damit um 524 mehr Mitarbeiter als noch im Jahr zuvor. "Wir wollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die optimal zu uns und unseren Vorhaben passen, daher gehen wir hier auch zielgerichtetere Wege", betont der für Human Resources zuständige Bereichsvorstand Christoph Matschke. Und auch den Lehrlingen will die Rewe International vielfältige Chancen bieten und bildet aktuell bei Billa neun Mitarbeiter zum Einzelhandelskaufmann/frau mit Schwerpunkt digitaler Verkauf aus. Die Ausbildung von E-Commerce-Kaufleuten (Bürokaufleute mit Schwerpunkt Online-Handel) startet im Herbst 2019.

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