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Auftakt zu den Handels-KV-Verhandlungen


Kategorie: Handel, ecommerce
02.11.2018 von Martin Ross

Der Auftakt zu den Kollektivvertragsverhandlungen am vergangenen Dienstag war zäh, darin sind sich WKÖ und GPA einig – und auch über die Inflationsrate von 2 Prozent.

Sowohl WKÖ-Chefverhandler Peter Buchmüller als auch Anita Palkovich auf Gewerkschaftsseite waren mit dem Auftakt der Verhandlungen zum Handelskollektivvertrag am 30. Oktober nicht zufrieden. Naturgemäß ist man bei Verhandlungsthemen zu Beginn nicht immer einer Meinung, in diesem Jahr dominierte die Diskussion um das neue Arbeitszeitverlängerungsgesetz. Man sei auf Arbeitgeberseite bereit zu einer Reallohnerhöhung und willens, auch bei der Höhe der Lehrlingsentschädigungen erneut „einen größeren Schritt“ zu machen. „Aber angesichts diverser Unsicherheiten muss bei den Verhandlungen zum Kollektivvertrag für das Jahr 2019 mit Augenmaß und Vorsicht vorgegangen werden“, fordert Buchmüller. Nicht diesem Augenmaß entspreche etwa die Forderung der Gewerkschaft, die im genannten Gesetz verankerte Möglichkeit, länger zu arbeiten, kollektivvertraglich abzufedern. Die Ansicht der Arbeitnehmervertreter, dem Handel gehe es gut, stimme nicht, denn die reale Umsatzentwicklung in der Branche hätte im ersten Halbjahr 2018 minus 0,6 Prozent getragen.

Anita Palkovich, Chefverhandlerin der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) stellte in einer Aussendung fest, dass es im Kollektivvertrag Kompensationen bezüglich des Ausnutzens der neuen Möglichkeiten des Arbeitszeitverlängerungsgesetzes brauche und nennt in diesem Zusammenhang vor allem das noch bevorstehende Weihnachtsgeschäft. Dies sei eine zentrale Forderung der Gewerkschaften, und auf diese wollten die Arbeitgeber bislang nicht eingehen. Man hinterfrage daher die Ernsthaftigkeit der Verhandlungen. Weitere Forderungen der GPA-djp sind: Die leichtere Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche; die Beschränkung und bessere Bezahlung der Arbeitnehmer, die am 24. und 31. Dezember arbeiten; die Förderung von Bildung mit Rechtsanspruch; Altersteilzeit mit Rechtsanspruch; Karenzzeitenanrechnung für alle Ansprüche. Nächster Verhandlungstermin ist der 8. November 2018.

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