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Ernst & Young

Belastung am Arbeitsplatz nimmt zu


Kategorie: Handel
25.07.2019 von Karl Stiefel

Ernst & Young hat die Work-Life-Balance der heimischen Arbeitnehmer unter die Lupe genommen. Fazit: Der berufliche Druck wird stärker.

Ingrid Rattinger, Managing Partnerin Talent bei Ernst & Young Österreich.<br>© Ernst & Young
Ingrid Rattinger, Managing Partnerin Talent bei Ernst & Young Österreich.
© Ernst & Young

Zwei von drei Beschäftigten berichten, dass die Anforderungen im Job in den vergangenen fünf Jahren zugenommen haben - und mit ihnen die Belastung. Für 22 % nahm der Berufsstress sogar sehr zu, lediglich 5 % sehen eine Entspannung des Arbeitsalltags. Dementsprechend ist es kaum verwunderlich, dass fast die Hälfte der Befragten ihre Work-Life-Balance nicht mehr zufriedenstellend gestalten können. Meistgenannter Grund mit 54 % sind die Arbeitsstunden, 49 % nennen die Verantwortung im Job. Für Frauen sind die heimischen Verantwortungen und die Pflege von Angehörigen deutlich stärkere Faktoren als für Männer.

Mehr als die Hälfte - 54 % - würden einen Teil ihres Gehaltes für mehr Freizeit eintauschen. Männer wären dazu eher bereit (57 %) als Frauen (52 %), wobei Frauen konkretere Rahmenbedingungen für einen solchen Schritt nennen können.

"Die Anforderungen an die Beschäftigten sind eindeutig gestiegen“, sagt Ingrid Rattinger, Managing Partnerin Talent bei E&Y Österreich. „Dafür sind zahlreiche Faktoren verantwortlich: So ist die Kommunikation mit E-Mail, Smartphone und Chats schneller geworden. Der Druck auf Arbeitnehmer, ständig erreichbar zu sein, wächst. Zudem hat die Internationalisierung zugenommen, was mehr Reisen oder ungewöhnliche Arbeitszeiten mit sich bringt, um sich mit Kollegen in den USA, China oder anderswo austauschen zu können."

Ein Wohnortwechsel wäre für 70 % der Befragten nicht in Frage kommen. Bei den Bereitwilligen liegt das Männer/Frauen-Verhältnis bei 36 % zu 22 %. Am örtlich flexibelsten sind mit 38 % die Kärntner, nur jeder fünfte Oberösterreicher würde für den Job umziehen.

Für die Umfrage wurden 1.001 Arbeitnehmer in Österreich befragt.

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