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FH St. Pölten

Bessere Vorhersagen in der Produktion


Kategorie: Industrie, ecommerce
09.08.2018 von Martin Ross

Das Projekt „Projekt InnoFit“ der FH St. Pölten entwickelt innovative Forecast-Werkzeuge für eine verbesserte Produktionsplanung.

Thomas Felberbauer, FH St. Pölten (links außen) und Klaus Altendorfer, FH OÖ (rechts außen) mit dem Projektteam © FH OÖ / Andreas Schober
Thomas Felberbauer, FH St. Pölten (links außen) und Klaus Altendorfer, FH OÖ (rechts außen) mit dem Projektteam © FH OÖ / Andreas Schober

Schwachstellen beim Informationsaustausch zwischen Kunden und Lieferanten können zu Überproduktion, hohen Lagerbeständen, unnötigen Überstunden oder auch enormen Sondertransportkosten führen. Um die Qualität der Planung zu verbessern, entwickelt die FH St. Pölten im Projekt „InnoFit“ gemeinsam mit der FH Oberösterreich und UnternehmenspartnerInnen innovative Forecastwerkzeuge, die sich die Vorteile neuartiger Informationstechnologien zu Nutze machen. Es handelt sich dabei um Begriffe wie „Enterprise Resource Planning (ERP)“ (solche Systeme werden künftig als „Software as a Service“ [SaaS] angeboten werden), „Electronic Data Interchange“ (EDI) – das soll durch „Internet of Things“ (IoT) erweitert werden – und passive Produkte werden zunehmend durch „Smart Objects“ ergänzt werden.

Im Forschungsprojekt InnoFit (Projektleitung: Thomas Felberbauer, FH-Dozent der FH St. Pölten; Klaus Altendorfer, FH Oberösterreich Campus Steyr) sollen die Potenziale dieser neuartigen Informationstechnologien genutzt werden, um Vorhersagen („Forecasts“) im Produktionsbereich zu verbessern. Zudem untersucht das Projekt den Einfluss von Forecastqualität bzw. Schwachstellen im Informationsaustausch auf die hierarchische Planung in Unternehmen.

Um moderne Informationstechnologien der Industrie 4.0 für Forecasts einsetzen zu können, entwickelt das Projektteam derzeit innovative Visualisierungen, um das Kundenbestellverhalten zu analysieren und dieses später in mathematischen Modellen beschreibbar zu machen. In realitätsnahen Simulationsstudien wird danach das Verbesserungspotenzial dieser neuen Werkzeuge ermittelt. Anschließend finden die entwickelten Forecastwerkzeuge in Pilotprojekten bei den Unternehmenspartnern NKE Austria, ZF Steyr, MWS Hightec und Lecapell unter realen Bedingungen Anwendung. Das aus Hagenberg stammende Forschungsunternehmen RISC Software GmbH ist mit ihrem Schwerpunkt Logistics Informatics als wissenschaftlicher und in späterer Folge auch als IT-Umsetzungspartner in das Projekt eingebunden.

Die Ergebnisse des Projekts sollen nach Projektabschluss in Form eines Leitfadens zur Forecast-Verbesserung für österreichische Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG gefördert und läuft von 1. Juni 2018 bis 31. Mai 2021. Die ProjektpartnerInnen sind FH OÖ Campus Steyr, RISC Software GmbH, NKE Austria GmbH, ZF Steyr, MWS Hightec GmbH und Lecapell GmbH.

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