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Billa eröffnet Food Fulfillment Center


Kategorie: Handel, LH, ecommerce
08.06.2017 von Manuel Stenger

Per manueller Einzelkommissionierung werden ausschließlich Online-Bestellungen betreut. Das neue Center bringt Arbeitsplätze für 90 Personen.


2016 konnte Billa Online ein Umsatzplus von 160 Prozent erwirtschaften. Um der aktuellen Größenordnung gerecht zu werden, hat Billa mit Mai sein Food Fulfillment Center eröffnet. Eine zentrale Stelle übernimmt nun die Arbeit, die davor von sieben Filialen für den Großraum Wien übernommen wurde: Die Entgegennahme der Online-Bestellungen über die manuelle Kommissionierung bis hin zur Zustellung der Waren, die fünf Mal am Tag erfolgt. Hinzu kommt ein auf zwei Stunden verkürztes Liefer-Zeitfenster. Ein weiterer positiver Aspekt: Das neue Center wird bis zum Halbjahr 2017 50 neue Arbeitsplätze, bis Jahresende weitere 40 schaffen.

Neues Center auf 7.250 Quadratmetern
Mit dem Start ist man auf weiteres Wachstum ausgerichtet. Auf 7.250 Quadratmetern ist genügend Platz für eine Erweiterung der Produktpalette sowie Mengenzuwächse. „Mit der Eröffnung des ersten österreichischen Food Fulfillment Centers - das mit manueller Einzelkommissionierung nur Online-Bestellungen betreut - schlagen wir ein neues Kapitel in der Geschichte des österreichischen Lebensmittelhandels und unseres Unternehmens auf“, betont Billa-Vorstand Josef Siess. Den Online-Lebensmittelhandel sieht Siess dabei als „Königsklasse des E-Commerce“, da hier „der Anteil der Frische-Produkte bereits bei mehr als 50 Prozent der Online-Bestellungen liegt“ – anders etwa wie bei Buch-, Schuh- oder Modebranche. Das gesamte Online-Sortiment von 8.000 Artikeln teil sich auf drei Kühlzonen (Zimmertemperatur, Kühlung, Tiefkühlung) auf und muss dementsprechend auch logistisch bewältigt werden. Relevante Qualitäts- und Hygienevorschriften sind ebenso punktgenau wie im stationären Handel einzuhalten.

Spürbarer Nutzen für den Kunden
Jede Bestellung wird dabei von „Personal Shoppern“ betreut, unterstützt werden all diese Prozesse mit modernster technischer Ausstattung: „Das FFC ist mit neuester State-of-the-Art-Technologie ausgestattet. Wir arbeiten unter anderem mit innovativen Logistik-Apps, die helfen, die vielen Bestellungen am Ende zu kontrollieren, auf Vollständigkeit zu überprüfen und korrekt zu verladen“, bestätigt Julia Stone, Leiterin der Unit „Digital & Innovation“ bei Billa.

Für die Zukunft definiert das Billa-Vorstandsteam vor allem eine Herausforderung: „Was sich im Lebensmittelhandel an all den Ideen, Entwicklungen und schon absehbaren technologischen Möglichkeiten breit durchsetzen wird, wissen wir nicht. Unser erklärtes Ziel ist es aber, das zu finden und anzubieten, was einen echten spürbaren Nutzen für unsere Kunden bietet und ihre Lebensqualität verbessert“, so Robert Nagele und Josef Siess einhellig.

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