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Black Friday & Cyber Monday nahen


Kategorie: ecommerce
06.11.2018 von Martin Ross

Ende November ist es wieder so weit, und Black Friday und Cyber Monday finden statt. Was man an diesen beiden Aktionstagen als Onlinehändler tun oder lassen soll, zeigt eine Analyse der Shopping-Community „Preisjäger“.

Preisjäger gibt Tipps für Black Friday und Cyber Monday © preisjaeger.at/ Pepper Media Holding GmbH
Preisjäger gibt Tipps für Black Friday und Cyber Monday © preisjaeger.at/ Pepper Media Holding GmbH

Wie cash.at kürzlich berichtete, planen zwei Drittel der Österreicher, am 23. und am 26. November auf Onlineschnäppchenjagd zu gehen. Die Shopping-Community Preisjäger hat über 4.500 Kommentare ihrer Mitglieder zum letztjährigen Black Friday analysiert und so ein Stimmungsbild gezeichnet, das zeigt, was sich die User bzw. Käufer von den Angeboten an diesen beiden Tagen (BFCM) erhoffen; und was sie gar nicht wollen. Vieles von dem, was Preisjäger bei den „Dos“ anführt, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Dasselbe gilt für die „Don’ts“.

Was der Händler tun soll

Die BFCM-Verkaufsaktionen sind auch Bühnen, das heißt man kann sich auf ihnen nicht nur mit einem guten Angebot, sondern auch sich selbst als Anbieter präsentieren. Man zeigt, was man anzubieten hat, man streicht seine Einzigartigkeit heraus. Wer glaubt, die Präsenz bloß an diesen Tagen würde genügen, irrt. Die Analyse der Preisjäger-Community-Wortspenden zeigt, dass eine Präsenz mindestens sieben Tage vorher gewünscht wird (eine Google-Studie hat das belegt, siehe Matego Galvis/Google, Black Friday Week. Peak Trading Insights). So etwas sollte eigentlich klar sein, die Kunden wollen schließlich vergleichen, und das braucht eben Zeit. Die erwähnte Präsenz sollte auf möglichst vielen Kanälen erfolgen, On-Page-Banner, Facebook, eventuell Instagram, ein eigener BFCM-Newsletter, auch die eventuelle Partnerschaft mit Deal-Portalen zu kommunizieren empfiehlt Preisjäger. Als Erster etwa ein Hightechprodukt unter einer gewissen Preisgrenze anzubieten erhöht die Chancen im Wahrnehmungs- und Kaufwettbewerb. Um in Letzterem zu reüssieren, ist jedoch ein breit gefächertes Angebot unabdingbar. Das würde auch bedeuten, verschiedene Zielgruppen anzusprechen. Immerhin ist es möglich, sich an BFCM an Menschen zu richten, die sonst nie oder nur selten online einkaufen. Wenn man sie auf diese Weise miteinbezieht, dann erhöht das die Stickiness. Zu guter Letzt: Serviceorientiertheit vermitteln. Preisjäger hat herausgefunden, dass prompte Lieferungen der bestellten Waren sehr gut ankommen bei den Menschen – genau im Mehrfachsinn des Wortes.

Was der Händler lassen soll

Was sehr schlecht ankommt und von Preisjäger hier gleich am Beginn angeführt wird, ist das Tricksen mit Rabatten. „Minus 90 Prozent“ etwa ist völlig unglaubwürdig und könnte die Konsumentenschützer auf den Plan rufen. Auch „nur so lange der Vorrat reicht“ wird mittlerweile als hohle Phrase durchschaut und als Druckmittel wahrgenommen. Der Zeitdruck an BFCM ist hoch genug, das will kein potenzieller Kunde noch verstärkt sehen. Eine weitere Selbstverständlichkeit ist, dass keine Preisfehler passieren. Man sollte also die entsprechenden Datenbanken pflegen und aktuell halten. Die Lieferbarkeit muss gewährleistet sein, wer – womit auch immer – für etwas wirbt, das er dann nicht oder nicht zeitgerecht liefern kann, setzt sich ins Unrecht und macht sich obendrein unbeliebt. Zum Sich-unbeliebt-Machen gehört auch, an BFCM nicht oder nur eingeschränkt erreichbar zu sein. Sicher, es sind zwei Nonstop-Aktionen und für den Onlinehändler dementsprechend anstrengend, aber den Kunden interessiert das nicht. Und zusammenbrechende Server oder sonstige die Infrastruktur betreffende Mängel sind auch ein No-Go. Hier soll abschließend die Aussendung von Preisjäger zitiert werden: „Händler sollten rechtzeitig prüfen, ob ihre Shop-Software und die Server, auf denen sie läuft, ‚robust‘ genug sind. Wer in-house nicht über das nötige Know-how verfügt, findet Dienstleister, die den Online-Shop einem Stresstest unterziehen und notfalls geeignete Maßnahmen vorschlagen und realisieren können.“

So weit also die Zusammenstellung. Wer beim Lesen genickt hat, weiß, dass das Selbstverständlichkeiten sind; sein sollten. Vielleicht sieht die nächste Kommentaranalyse – und die Tipps – von Preisjäger im Jahr 2019 dann anders aus, wenn man all das berücksichtigt.

Preisjäger 

 

 

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